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Als jüngst in der deutschen Hauptstadt die Vernichtung Israels öffentlich gefordert und mit Hassan Nasrallah der Anführer einer weltweit operierenden Terroristenbande gefeiert wurde, ging die Berliner Polizei vor gegen ein paar Gegendemonstranten, die mit hebräischsprachiger Musik und etwa einer Fahne, auf der „Free Gilad Shalit“ zu lesen war, die deutsche Ordnung offenbar schwer beschädigen wollten. Gegen eine Demonstrantin, die mit Sonnenbrille und Hand sich böswillig vermummte, wurde ein Verfahren eröffnet.

Der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch entschuldigte sich nun für das Verhalten seiner Beamten:

„Mit einem Brief an die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, hat sich Polizeipräsident Dieter Glietsch für das Vorgehen seiner Beamten bei der Gegenkundgebung zur islamischen Al-Quds-Demonstration entschuldigt. Dies teilte er am Montag im Innenausschuss mit. [..]

Glietsch bedauerte die Art, wie die Beamten auf der Al-Quds-Demo am 12. September sich gegenüber den Teilnehmern der Gegenkundgebung verhalten hätten. So hatten sie verboten, eine Israel-Flagge mit hebräischen Schriftzeichen zu zeigen oder hebräische Lieder zu singen. Gegen eine Teilnehmerin wurde wegen angeblicher Vermummung ermittelt – obwohl die Frau lediglich eine Sonnenbrille trug und sich die Hand vor den Mund gehalten hatte.“

Folgen für die Beamten des Dieter Glietsch hat deren Verhalten nicht, bei seiner Gleichsetzung aggressiver antisemitischer Hetze auf der einen und der Forderung nach Freilassung eines gewaltsam Entführten auf der anderen Seite bleibt der Polizeipräsident auch bei seiner „Entschuldigung“.

1 Comment

  1. Die Kunde hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!
    Bei nächster vergleichbarer Gelegenheit wird sich zeigen, ob Berlins Polizeipräsident Dieter Glietschs „entschuldigung“ ernst gemeint ist, oder nur ein weiteres Lippenbekenntnis.

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