Sie sind wohl wirklich tapfer, die EU-Diplomaten in New York. Wenn er provozieren sollte, der Antisemit aus der Islamischen Republik, wollen sie in Erwägung ziehen, seinen Auftritt vor der UN-Generalversammlung zu boykottieren.
„Mit Spannung wird der Auftritt des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad erwartet, der wohl gegen 24 Uhr MESZ reden wird. Bereits im Vorfeld hatte es Proteste gegeben, da der Hardliner erneut mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen war. Sollte er wieder provozieren, erwägen die Vertreter der EU, darunter auch die deutsche Delegation, einen Boykott.“
Feststellen, ob Mahmoud Ahmadinejad sie provoziert, können die europäischen Helden natürlich erst, wenn er auftritt. Und wenn sie dann fertig sind mit dem Erwägen, wird der gesagt haben, was er zu sagen hatte.
Dann aber können sie sich nur noch entrüsten, die Heuchler.
Und sollte Mahmoud Ahmadinejad nicht provozieren, werden sie ihm dann Beifall spenden?
Nachtrag: Es kann, scheint’s, neben Maulheldentum europäischer Provenienz in NY auch Rückgrat beobachtet werden:
„Prime Minister Stephen Harper says Canada’s seat at the United Nations will be empty during a speech by Iranian President Mahmoud Ahmadinejad because Ahmadinejad’s comments about denying the Holocaust are repugnant, disgraceful and unacceptable.“