Aufklärungsprobleme

„Es gibt“, spricht Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Deutschen Bundeswehr, nach der Lektüre eines geheimen Berichts, „es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass deutsche Soldaten in jener Nacht in operativer Hinsicht nicht militärisch korrekt gehandelt haben“. Deutsch. Doppelte Verneinung. Was soll das nun heißen?

Deutsche Soldaten haben in „jener Nacht“, in der auf deutschen Befehl hin „zwischen 17 und 142 Menschen“ „starben“, nicht militärisch korrekt gehandelt. Und daran ist nicht zu zweifeln. Sagt Wolfgang Schneiderhan, meint es aber wohl anders:

„Ziehe man all dies in Betracht für eine Gesamtbeurteilung, so habe Oberst Klein die Einsatzkriterien ‚gut umgesetzt‘ und sei zu einer ‚richtigen Lagebeurteilung‘ gelangt. Der Isaf-Bericht bestätige nicht, dass Unbeteiligte in jener Nacht ihren Tod fanden.“

Unbeteiligt freilich kann auch nur sein, wer eben nicht beteiligt, also etwa abwesend war. Aber zum Glück ist das ja nun geheim und dennoch „sorgfältig“ aufgeklärtberichtet. Goldstone wird wohl nicht übernehmen.