Abgesagt: Abu Mazen verweigert Gespräche mit Israel

Ist Abu Mazen, „Palästinenserpräsident“ und Hoffnungsträger seiner westlichen Sponsoren, an einem Frieden mit und neben Israel interessiert? Der Staatsrundfunk mitteilt in seinen bekannt ausgewogenen Nachrichten dies:

„Der palästinensische Chefunterhändler Erekat sagte nach dem Treffen in Abu Dhabi, Abbas beharre weiter auf einem israelischen Siedlungsstopp in Ostjerusalem und im Westjordanland. Abbas habe Frau Clinton klargemacht, dass es ohne einen solchen Schritt keine Friedensgespräche geben werde.“ (Weshalb eigentlich nicht: Herr Abbas habe Frau Clinton … [tw_24]?)

Tatsächlich gibt es einen Siedlungsstopp seit Wochen, zusätzlich das amerikanische Angebot eines „stillen“ Einfrierens von Siedlungsaktivitäten, dem Israel zwar nicht offiziell zustimmen, es de facto jedoch durchsetzen würde.

„Ynet has learned that one of the offers suggested to Palestinian President Mahmoud Abbas by Clinton earlier Saturday was a quiet freeze of West Bank settlements, to which Israel would not publicly commit itself.“

Dieses Angebot lehnt Abu Mazen nach Auskunft seines „Chefunterhändlers“ Saeb Erekat ebenso ab wie eben dieser. Es liegt mithin nicht an mangelnder Bereitschaft Israels zu Zugeständnissen, daß es „bei den Gesprächen zwischen US-Außenministerin Clinton und Palästinenserpräsident Abbas über den Nahost-Friedensprozess [..] keine Fortschritte gegeben [hat]“.

Vielmehr sind es die „Palästinenser“, die Abu Mazen und Saeb Erekat repräsentieren, die schlicht keine Gelegenheit auslassen, eine Gelegenheit zu verpassen. Ihre Lautsprecher vom Staatsfunk dürfen das so natürlich nicht berichten, denn die „Palästinenser“ wolllen ja bekanntlich nichts anderes als Frieden, während die israelische Regierung ihn stets hintertreibt.

Aber beim Radio aus Köln hält man es ja auch nicht für einen Witz, wenn Bundespräsident Horst Köhler ein Loblied auf die Vereinten Nationen singt:

„Ferner sprach sich Köhler für eine Stärkung der Vereinten Nationen aus. Dies liege im Interesse aller.“