Daß er Jude sei, sagt Richard Goldstone, der maßgeblich verantwortlich ist für eine gegen Israel gerichtete Hetzschrift, sei völlig unerheblich. Aber dennoch meint er, stets betonen zu müssen, er sei sogar Zionist und verspüre deshalb eine ganz besondere Veranlassung zu tun, was er tut. Seine verleumderische Arbeit schätzen nicht zuletzt anerkannte Antisemiten, die nicht nur nicht sich daran stören, daß der Südafrikaner Jude ist, sondern dies durchaus positiv betonen.
Während da also niemand auch nur den Gedanken äußert, ein Jude, der als „Sachverständiger“ im Auftrag des „UN-Menschenrechtsrats“ tätig ist, könne zumindest den Eindruck erwecken, nicht gänzlich unvoreingenommen arbeiten und urteilen zu können, sorgt ein britischer Diplomat, Sir Oliver Miles, ehemaliger Botschafter in Libyen, sich um die Glaubwürdigkeit einer Kommission, die die Beteiligung des Vereinigten Königreichs an der Beseitigung des Baath-Regimes im Irak untersucht, weil ihr Juden angehören.
„Both Gilbert and Freedman are Jewish, and Gilbert at least has a record of active support for Zionism. Such facts are not usually mentioned in the mainstream British and American media, but The Jewish Chronicle and the Israeli media have no such inhibitions, and the Arabic media both in London and in the region are usually not far behind.
All five members have outstanding reputations and records, but it is a pity that, if and when the inquiry is accused of a whitewash, such handy ammunition will be available. Membership should not only be balanced; it should be seen to be balanced.“
Er hat also keine sachlichen Einwände gegen Sir Martin Gilbert und Sir Lawrence Freedman, aber dennoch seien sie – und zwar als Juden – nicht geeignet, die britische Kriegsbeteiligung zu untersuchen, da Kritiker eines noch gar nicht vorliegenden Abschlußberichts sich genau daran stören könnten, vor allem und ausdrücklich arabische Medien im Vereinigten Königreich und dem Nahen Osten. Schildert Sir Oliver Miles nur korrekt, wie diese Medien und deren Konsumenten ticken, oder denkt er wie sie und versteckt zugleich sich hinter ihnen?
Eine klägliche Vorstellung liefert der ehemalige Botschafter in jedem Fall, beleidigend vor allem ist sie für Sir Martin Gilbert und Sir Lawrence Freedman, aber auch jene Kommission, der sie angehören. Doch immerhin offenbart der präventive Kniefall des Sir Oliver Miles vor noch gar nicht aktiven arabischen Medien deren (und seine?) doppelte(n) Maßstäbe – der gute Jude Richard Goldstone ist ein Held selbst für Hamas-Jünger, während den tadellosen Sir Martin Gilbert und Sir Lawrence Freedman schon zum Vorwurf gemacht wird, Juden zu sein.
Ich denke daß die meisten Menschen dieser Kommison nicht vertrauen, weil eben dort gerade die sitzen, die diesen Krieg so sehr wollten. Kann man da noch objektiv sein? Und gerade dann wenn man ein aktiver Zionist ist? Also wirklich so naiv kann man nicht sein. Denken Sie, daß die Situation anders wäre, wenn man 2 muslimische Menschen in die Kommission stellen würde? Ich weiß jetzt was Sie denken, sehen Sie, daß ist die Antwort!