Die Stadtverwaltung Jerusalems, die in diesem Zusammenhang von vielerlei „Nahostexpertentum“ gleichgesetzt wird mit dem offiziellen Israel, plant den Bau von rund 6.000 Wohnungen in der israelischen Hauptstadt. Von 900 dieser geplanten Wohneinheiten, die von besonders Talentierten gleich zu Siedlungen erklärt werden, weiß man auch in deutschen Medien, von weiteren 5.000 Unterkünften indes ahnt bisher noch nicht einmal das mit Zwangsgebühren finanzierte deutsche Staats-TVetwas, obgleich es in Jerusalem eine eigene Dependance mit einigem Personal unterhält.
Oder will es, das deutsche Staatsfernsehen, nichts von jenen 5.000 Wohnungen, in die „palästinensische“ Bewohner einziehen sollen, wissen, weil es über sie auch nicht berichten will und statt dessen lieber das Zerrbild eines Israel zeichnet, das in Jerusalem mit der Zerstörung von Häusern, die freilich illegal errichtet wurden, eine rassistische Politik exekutiert? Bestimmt also das Ressentiment, was aus Jerusalem dem zahlenden deutschen Publikum mitgeteilt wird? Ersetzt die Manipulation die wahrheitsgemäße Berichterstattung?
Hier exemplarisch die Ankündigung eines Weltspiegel-„Berichts“ des Richard C. Schneider:
„Wenn Archäologen nach alten Steinen graben, hat das mit Politik nichts zu tun, sollte man meinen. Aber das gilt nicht in Israel, und schon gar nicht in Jerusalem. Dort instrumentalisieren orthodoxe Siedler die Suche nach verschütteten Mauern für ihre Ziele. Sie graben ein ganzes Viertel des modernen Jerusalem um auf der Suche nach der Stadt des biblischen Königs David. Daß das Stadtviertel Silwan von Palästinensern bewohnt wird, stört natürlich, die sollen lieber weg. Die Regierung Netanjahu genehmigt unterdessen munter den Ausbau neuer jüdischer Siedlungen. Und sie unterstützt das Graben nach der Davidstadt.“
Es geht um etwas mehr als ein paar „alte Steine“ – die Davidstadt gibt Aufschluß über die frühe Entwicklung der Stadt Jerusalem und ihre Bewohner, die gewiß nicht nur von Interesse ist für „orthodoxe Siedler“ und ihre nicht näher bestimmten, aber vermutlich unlauteren „Ziele“. Als eine sogar technische Meisterleistung gilt selbst über 2.500 Jahre später noch der Shiloah-Wasserkanal, ein von zwei Seiten in den Fels gehauener Kanal, der über einen halben Kilometer lang ist und begehbar zum unterirdischen Shiloah-Teich führt. Weitere Funde belegen zudem eindrucksvoll die jüdische Vergangenheit der Davidstadt – und damit Jerusalems.
Doch halt! Alles nur Fälschung:
„Unabhängige israelische Archäologen bieten alternative Führungen an, um zu zeigen, was hier eigentlich geschieht. ‚Wir glauben, daß ILAD die Ausgrabungen nur als Rechtfertigung für ihre Siedlungspolitik benutzt. Sie graben nur jüdische Funde aus und sagen, dieser Ort ist wichtig für das jüdische Volk. Und so können die Israelis dann sagen, es ist okay, wenn hier gesiedelt wird.'“
„Palästinenser“, „unabhängige“ Archäologen und ihre Freunde vom deutschen Fernsehen wissen ja, daß Jerusalem gar keine jüdische Geschichte hat.

Die überall herumlaufenden Touristen, die den Archäologen der israelischen Antikbehörde„orthodoxen Siedlern“, die übrigens unterirdisch „ein ganzes Viertel des modernen Jerusalem [umgraben]“, zusehen können, sind damit womöglich deren Komplizen, denn „die“, die „Palästinenser“, „sollen lieber weg“, hat die öffentlich-rechtliche Ansagerin angesagt. Und so leiden die bedauernswerten „Palästinenser“, deren einziger Fehler es wohl ist, noch da und „Palästinenser“ zu sein, sogar schon oberirdisch Höllenqualen:
„Er ist einer, der nicht bereit ist wegzugehen. Sameer Shabani. Er wohnt direkt neben dem Eingang zur Davidstadt und muß sich seinen Weg durch die Touristenmassen bahnen. Nicht einmal in seinem kleinen Garten findet er ein Stückchen Abgeschiedenheit.“
Metropolen-Bewohner, Anwohner von Sehenswürdigkeiten in aller Welt, aufgepaßt! Begegnungen mit Touristen sind das erste Zeichen beginnender ethnischer Säuberungen! Dagegen hilft dann nur noch, den Weltspiegel der ARD anzurufen, die Vereinten Nationen, Amnesty, Human Rights Watch oder den Weihnachtsmann oder alle zusammen! Doch zuvor noch einmal zurück zu unserem leidenden „Palästinenser“, von dem die zionistischen Peiniger einfach nicht ablassen wollen:
„Wollte man auch sein Haus kaufen? ‚Es gab Angebote, ja, gleich nachdem mein Vater starb. Aber wir bleiben.‘ Wieviel hat man Dir (!) angeboten? ‚Laß uns nicht über Geld sprechen. Es gab Angebote.‘ Millionen Dollar? ‚Fast, frag‘ nicht weiter.‘ „
Und was macht der Ärmste, dem man seine ganze Armut ansieht? Er bleibt, statt als Beinahe-Millionär sich in Fatahstan oder Hamastan verdient zu machen um den jeweiligen „palästinensischen“ Staat oder ein ruhiges Gärtchen sich zu kaufen. Es ist ein wahrlich schlimmes Leben, zu dem „Palästinenser“, „die lieber weg sollen“, in der israelischen Hauptstadt verdammt sind. Von deutschen Antsemi„Korrespondenten“ herablassendüberaus respektvoll geduzt, von Juden mit Millionen Dollar bedroht.
So „graben“ die „orthodoxen Siedler“ ohne Rücksicht „ein ganzes Viertel des modernen Jerusalem um auf der Suche nach der Stadt des biblischen Königs David“. Dem deutschen Staats-TV entgeht wahrlich keine Schweinerei.
siehe auch: Antiisraelische Propaganda im ARD Weltspiegel
Ich verstehe diesen Schneider nicht. Vor ein paar Jahren war er der einzige deutsche Reporter, der über die wilden Grabungen an den Salomon-Ställen (zum Bau einer unterirdischen Moschee) und die damit zusammenhängenden archäologischen Verbrechen der Araber berichtete. Dass er jetzt so einen Müll verzapft, erschreckt mich. Man muss sich fragen, was die mit dem angestellt haben, dass er eine solche Kehrtwende vollzogen hat.
Noch etwas: Politisch ist Archäologie in Israel immer. Allerdings hauptsächlich deshalb, weil die so genannten Palästinenser sie dazu machen. Wo immer archäologische Grabungen stattfinden, wird Zeter und Mordio geschrien. Wo immer Funde gemacht werden, werden sie meist negiert und geleugnet oder als Fälschung bezeichnet. Zu dieser Politik ist bei der Qualitätsjournaille nichts zu finden!
Beer7 hatte dazu auch schon geschrieben.
1) Silvan war keineswegs immer arabisch. Die heutige arabische Siedlung umfasst auch ein Dorf jemenitischer Juden, die dort seit 1881 lebten und waehrend der Unruhen 1936-1939 ethnisch gesaeubert wurden.
2) Die zustaendige Behoerde fuer Ausgrabungen ist die Israel Antiquities Authority (IAA). Auf deren Webseite kann ich keinerlei Hinweis auf die Organsiation ELAD (nicht ILAD, wie ARD faelschlich sagt) finden. Ich halte es fuer sehr unwahrscheinlich, dass diese zentrale und zentralistische Behoerde sich ein so zentrales Ausgrabungsgebiet einfach aus der Hand nehmen liesse…
3) Die IAA fuehrt zwei gegenwaertige aktive Ausgrabungen in der Davidsstadt an. Die verantwortlichen Archaeologen sind Eli Shukran fuer die laengere (15/01/09 bis 30/11/09) Ausgrabung „Shiloh Pool“, bzw. Zvi Greenhut und Gaby Mazor fuer die damit verbundene, kuerzere Ausgrabung (22/07/09 bis 02/11/09) „Ma’ale Ir David“.
4) Offensichtlich trifft nicht zu, dass ELAD irgendwelchen Einfluss auf die Ausgrabungen nimmt. Richtig ist, dass die Organisation den Nationalpark „City of David“ verwaltet. Anscheinend gibt es Leute, die damit unzufrieden sind und das Gefuehl haben, dass die Darstellung wissenschaftlich nicht einwandfrei ist. Die Davidsstadt ist keineswegs der einzige Nationalpark, der von einer nicht-staatlichen Organisation bewirtschaftet wird. Persoenlich kenne ich den Nationalpark von Ashkelon. Eine politische Agenda kann ich dort nicht feststellen, wohl aber eine staerkere Betonung des Kommerziellen als in den von staatlicher Hand verwalteten Nationalparks. Das ist natuerlich der Sinn der Sache, der Staat spart Geld, indem er Parks verpachtet. Je nach Standort koennen fute Paechter die Kosten decken und sogar Gewinn machen. Die Stellungsnahme des ELAD-Sprechers im ARD-Bericht, passt sehr gut hierzu. Mir scheint, beim Editieren wurde faelschlich der Zusammenhang mit den Ausgrabungen hergestellt, waehrend der Mann in Wirklichkeit nur ueber die Parkverwaltung sprach.
Im Bericht des ARD faellt mir auf, wie die Fakten dramatisiert werden. Haeuser werden kaeuflich erworben, wenn jemand nicht verkaufen will, kann von Zwand nicht die Rede sein. (Nicht erwaehnt wird, dass die PA die Todesstrafe ueber jeden verhaengt hat, der an Juden verkauft und dass schon einige Araber deswegen gelyncht wurden.) Die Angebote muessen also sehr, sehr gut sein, wenn jemand sie annimmt!
“ Sameer Shabani. Er wohnt direkt neben dem Eingang zur Davidstadt und muss sich seinen Weg durch die Touristenmassen bahnen.“
Wenn der Mann nur ein Fuenkchen Verstand hat, dann eroeffnet er sofort einen Andenkenkiosk auf seinem Grundstueck und verdient sich an den Touristenmassen eine goldene Nase! Meine Guete, anderswo leckt man sich die Finger nach Devisen bringenen Touristen, aber wenn Israel den Tourismus ankurbelt, dann ist das natuerlich nur Schikane.
Dass Araber nur bei abgeschalteter Kamera darueber reden wollen, wie sie von Juden drangsaliert werden, ist absolut untypisch. Normalerweise haben sie keine Hemmungen bei ihren Verleumdungen. Da wuerde ich ein ganz grosses Fragezeichen anbringen.
Dr. Yonathan (Yoni) Mizrachi ist eindeutig sehr links, mit Sicherheit postzionistisch, vielleicht schon anti-Israel. Dieser Mann scheint hinter der Geschichte zu stehen und hat in Richard C. Schneider noch einen Dummen oder Gleichgesinnten gefunden, der ihm hilft, seine Propaganda zu verbreiten.
Ich brauche wohl nicht extra zu betonen, dass es ausgeschlossen ist, dass der Staat Israel Haeuser widerrechtlich abreissen laesst. Das ist pure Luege. Ebenso die Szene, wo der Mann noch Kleider finden will, die man nicht habe aus dem Haus holen koennen. Solche Abrisse finden angekuendigt statt. Wenn die Familie etwas im Haus laesst, dann tut sie das in vollem Wissen und mit voller Absicht. Haeufig werden nachtraeglich Spielsachen etc. am Abrissort angebracht. Das macht sich gut bei Aufnahmen, die Fotografen sind in der Regel MItwisser, ihnen geht es halt auch um fotogene Aufnahmen…
http://beer7.wordpress.com/2009/11/23/antiisraelische-propaganda-im-ard-weltspiegel/
Wir arbeiten übrigens mit ein paar Leuten zusammen an einem Projekt, in welchem die Diskrepanz zwischen journalistischer Fiktion und den wahren Tatsachen über Israel und den Problemen in der Region analysiert werden. Wir haben bereits große Mengen an Datenmaterial zusammengetragen, benötigen aber weiterhin Unterstützung. Also wenn ihr einen Newsletter verschicken könnt, wenn ihr solche Beiträge einsetzt ?
Shalom
[…] In der deutschen und internationalen Presse, wie z.B. hier bei Richard C. Schneider, wird immer gerne der Eindruck erzeugt, dass Araber dort auf ihrem ureigenen Land friedlich seit Jahrhunderten leben, bis die Stoerenfriede, die Juden, kamen […]