Die deutsche Sozialdemokratie hat, scheint’s, ein Problem mit Israel. Neu ist das zwar auch nicht, doch daß sie in Gestalt ihrer Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul, die im <title>-Tag ihres Internet-Auftritts sich noch immer im Amt wähnt, ihre Ablehnung des Staats der Holocaustüberlebenden Politik werden ließ, verdient es durchaus, noch einmal aufnotiert zu werden.
Der Amtsnachfolger der „Roten Heidi“, Dirk Niebel, FDP, meint sogar, der Genossin „israelkritische“ Haltung habe auch der Aufbauarbeit in Afrika und islamischen Staaten geschadet:
„Sie wollen in afrikanischen Ländern mit Israel gemeinsam Entwicklungsprojekte anstoßen. Warum mit Israel?
Unter meiner Vorgängerin lautete die Vorgabe, mit Israel nicht zu kooperieren. Ich sehe das komplett anders. Sie wissen, ich bin Vizepräsident der deutsch-israelischen Gesellschaft. Es gibt keine Nation, die in Bewässerungstechnologie mehr Erfahrung hat als Israel. Es gibt wenige Nationen, die einen so guten Zugang zu muslimischen Staaten haben wie Deutschland. Wenn man beides kombiniert, helfen wir Menschen und haben auch einen Zugang, unsere Entwicklungszusammenarbeit in den palästinensischen Gebieten wieder intensiver aufzunehmen.“
Sozialdemokraten haben Prinzipien. Und wenn mit Israel nicht auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe kooperiert werden darf, dann dürfen darunter auch jene leiden, um deren Schicksal die Genossen sonst sich doch so sehr sorgen. Nicht auszudenken, daß ausgerechnet deutsche Entwicklungshilfe dazu beitragen könnte, Israels Ansehen zu mehren …
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