Ben-Dror Yemini: Die Verleumdungs-Kasse

Der von Naomi Chazan geleitete New Israel Fund (NIF) ist eine Art Dachorganisation, die vielerlei israelische „NGOs“ und deren Aktivitäten mit Spendengeldern unterstützt und fördert. Allein 2008 verteilte der NIF über 20 Millionen Dollar an 300 „NGOs“. Viele der so gesponserten Organisationen beteiligten sich mit Beiträgen an der von Richard Goldstone und seiner „Untersuchungs“-Kommission im Auftrag des „Menschenrechtsrats“ der Vereinten Nationen erstellten Hetzschrift, die Israel zahlreiche Kriegsverbrechen während der Operation Cast Lead unterstellt.

Viele der Vorwürfe sind unbelegt, andere schon widerlegt, doch der Goldstone-Bericht erfüllt trotzdem seinen Zweck: Er wird, immerhin ein offizielles Dokument der Vereinten Nationen, bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten genutzt, um die jüdische Demokratie zu dämonisieren und zu delegitimieren, ein deutscher „Verleger“ und „Menschenrechtler“ versucht, mit einer deutschen Fassung des „Berichts“, der nicht unberechtigt eine Fortsetzung der Protokolle der Weisen von Zion genannt wird, Geld zu verdienen.

Was vom New Israel Fund, den durch ihn geförderten „NGOs“, die am Goldstone-Bericht mitarbeiteten, aber auch von „Menschenrechtlern“ zu halten ist, die von seiner Verbreitung profitieren wollen, erläuterte der Kolumnist Ben-Dror Yemini in der Dienstags-Ausgabe von Maariv.

Ben-Dror Yemini: Die Verleumdungs-Kasse

Der New Israel Fund ist Teil einer globalen Diffamierungskampagne. Es geht ihm nicht um Menschenrechte, sondern darum, einem Volk das Selbstbestimmungsrecht zu verweigern.

Der New Israel Fund ist wütend. Er nimmt an, daß es richtig ist, falsche Aussagen über den Staat Israel zu verbreiten. Er denkt, es sei richtig, sich an einer Dämonisierungskampagne von Gruppen zu beteiligen, deren Ziel die Zerstörung Israels ist. Er glaubt, es sei in Ordnung, mit der Goldstone-Kommission zu kooperieren, auch wenn diese von der automatischen Mehrheit übler Staaten im „UN-Menschenrechtsrat“ beauftragt wurde. Er glaubt, daß es richtig ist, wenn Israel mit der Kommission zusammenarbeitet, trotzdem kein Land der freien Welt ihre Einsetzung unterstützte. In einem demokratischen Staat ist es gewiß legitim, all diese Dinge zu tun.

Doch es gibt noch etwas anderes, das legitim ist: die Wahrheit aufzudecken über den New Israel Fund und Organisationen, die sich in täuschender Absicht hinter „Menschenrechten“ verstecken. Wenn die meisten Gruppen, die der Fund unterstützt, das Existenzrecht des Staates Israel als ein jüdischer und demokratischer Staat ablehnen, dann sollten sie nicht von Menschenrechten sprechen. Sie sollten die Wahrheit sagen: Es geht um die Verweigerung von Rechten für Juden. Die Palästinenser haben das Recht auf einen eigenen Nationalstaat nach ihren Vorstellungen, ebenso wie die Kroaten, Ungarn, Tschechen, Slowaken oder andere Völker – doch nicht die Juden.

Der New Israel Fund unterstützt beispielsweise die gemeinnützige Zochrot-Verband, der offen anstrebt, den Staat Israel über die Realisierung eines „Rechts auf Rückkehr“ auszulöschen. Es ist nicht so, daß es ein solches Recht gibt. Es gibt auch kein Beispiel einer Massen-„Rückkehr“ nach einem Bevölkerungsaustausch als Folge eines Krieges – doch das kümmert den Fund nicht. Er hält nur immer den Slogan „Menschenrechte“ hoch.

Das bedeutet nicht, daß Israel außerhalb von Kritik steht. Unter hunderten Forderungen gibt es welche, die begründet sind. Doch viele vernünftige Menschen verabscheuen Menschenrechtsgruppen nicht etwa, da sie Menschenrechte verabscheuen. Ganz im Gegenteil: Die meisten vernünftigen Menschen haben die Nase voll davon, daß Menschenrechte eine Waffe geworden sind für düstere Mächte.

Der New Israel Fund hat sich selbst einfach in eine weitere solche Organisation verwandelt, eine unter vielen in der Welt, die sich an der globalen Diffamierung beteiligen. Es gibt Millionen von Angriffen auf das menschliche Leben und die Menschenrechte in der Welt. Im Zentrum eines Konflikts stehend, unternimmt Israel weniger Attacken als ein beliebiger anderer Beteiligter. Doch an Israel wird die meiste Kritik geübt. Das nennt man Dämonisierung, Deligitimierung und Obsession.

Es gibt hier keine Verteidigung der Menschenrechte, sondern vielmehr eine abgestimmte Kampagne im Dienst des Iran und der Hamas. Das ist nicht die Absicht des New Israel Fund, doch es ist das Resultat. Dinge sollten beim Namen genannt werden. Die meisten Organisationen, die der Fund unterstützt, befassen sich mit der Delegitimierung Israels. Und der Fund rollte dazu mit den Augen und jammert.

Was ist falsch an Menschenrechten? Nichts daran ist falsch. Etwas ist falsch an denen, die offenkundig versuchen, den Juden das Recht zu verweigern, am einizgen Platz zu leben, über den sie die Souveränität besitzen, indem sie Israel in einen „Staat all seiner Bürger“ verwandeln wollen, unter denen Hamas-Unterstützer die Mehrheit bilden würden. Es ist etwas falsch an jenen, die versuchen, an einem einzigen Volk der Welt einen Politizid zu verüben. Es ist etwas falsch an denen, die mit düsteren Kräften kollaborieren und dies als Kampf um „Menschenrechte“ täuschen.

Wie kommt es, daß so viele Menschen, die meisten Juden, den New Israel Fund unterstützen? Wie kommt es, daß sie diese systematische Kampagne unterstützen, die sich hinter Menschenrechten versteckt, doch tatsächlich einer Dämonisierung dient. Sie sind keine Antisemiten. Sie sind Menschen mit guten Absichten. Sie beschäftigen sich mit Menschenrechten und Minderheiten. Juden sorgen sich darum, und das ist gut für sie. Die meisten sind aber einfach unwissend. Die meisten wollen wirklich und in aller Unschuld, daß Israel aufgeklärter und fortschrittlicher wird, daß das menschliche Leben und Menschenrechte höher geachtet werden. Doch sie ahnen nicht, daß ihr Geld anderen Zielen dient.

Selbst Professor Naomi Chazan, die den New Israel Fund leitet, haßt Israel nicht. Doch ihr und ihnen ging es, wie es zahllosen Organisationen erging, die sich für einen „Rechts-Dialog“ engagieren. Am Ende dienen sie den Zielen Irans und der Hamas.

Menschenrechtsgruppen können selbst dafür sorgen, daß ihnen wieder vertraut wird. Sie müssen die Menschenrechte unterstützen und nicht Organisationen, die sich damit befassen, Israels Existenzrecht zu leugnen. Bis dahin gehören diese Gruppen, den New Israel Fund eingeschlossen, zu den Hauptfeinden nicht nur Israels, sondern der freien Welt und der Menschenrechte.