Wenn militärische Gewalt und Krieg allgemein mit Zerstörung in Verbindung gebracht wird, ist das gewiß nicht falsch. Daß hingegen Erhalt und Restaurierung kultureller oder religiöser historischer Stätten kriegerische Akte darstellen, darauf können, sollte man meinen, wohl nur Barbaren kommen, die Kultur so wenig achten wie die Zivilisation.
Nachdem die Regierung Israels zum Wochenbeginn das Grab der Patriarchen in Hebron und das Grab Rachels in Bethlehem, beides heilige Stätten für Juden, Christen und Muslime, in ihre Liste nationaler Denkmäler aufnahm, die vor Verfall und Zerstörung geschützt werden, sind es indes keine Barbaren, sondern „Palästinenser“, die darob prompt von Krieg zetern.
„Statt das Kulturerbe“, klagt Hamdan Taha, in der PA des selbsterklärten „Palästinenserpräsidenten“ Abu Mazen zuständig für antike Stätten, „zu nutzen, um den Frieden zu fördern, wird es genutzt, um für Krieg zu werben.“ Weshalb Israels Bestreben, die heiligen Stätten zu erhalten und zu schützen, einen Krieg befördert, erläutert der „Palästinenser“ freilich nicht näher.
Verwaltet werden das Grab der Patriarchen und Rachels Grab ebenso wie der Tempelberg in der israelischen Hauptstadt Jerusalem von der arabischen Waqf, die gänzlich unabhängig von der israelischen Regierung agiert. Unter jordanischer Herrschaft war Juden der Zutritt zur Klagemauer am Tempelberg verwehrt, in Ost-Jerusalem wurden Synagogen zerstört.
Heute sind es die israelischen Sicherheitskräfte, die dafür sorgen, daß Muslime auf dem Tempelberg weitgehend unter sich bleiben, statt für Christen und Juden das Recht auf Ausübung ihrer jeweiligen Religion durchzusetzen, während ohne die Präsenz israelischer Streitkräfte Juden der Zutritt zu ihren Heiligtümern in Hebron und Bethlehem verwehrt würde.
Es ist also gerade Israel, das sich für wirkliche Religionsfreiheit einsetzt, während Muslime und in ihrem Gefolge auch Christen alles unternehmen, das Judentum im Heiligen Land zu verleugnen. Sie sind es, die exklusive Besitzansprüche vor allem gegen Juden durchsetzen und so Geschichte auslöschen wollen, nicht Israel, das ihnen sogar den Tempelberg überläßt.
Und so offenbart auch der jüngste Krawall der „Palästinenser“ nur, daß tatsächlich sie es sind, die auf einem Kriegspfad sich befinden gegen alles, was sie als „fremd“ definieren und dessen tatsächlich ja vorhandene Zeugnisse sie daher auslöschen oder umdeuten wollen. Daß Israel sich der Neuschreibung von Geschichte verweigert, diese ja gerade bewahren will, ist gewiß nicht der Skandal.