„Palästinensische“ Pressefreiheit

Es ist zumindest in Demokratien üblich, daß Journalisten allenfalls freiwillig als Sprachrohr von Regierungen fungieren. Gerade ihre (wenngleich oft auch nur relative) Unabhängigkeit verleiht ihnen ja Glaubwürdigkeit. Daß es besonders unter deutschen Nahost-Journalisten erstaunlich viele gibt, deren „Berichte“ aus einer Welt zu stammen scheinen, die mit realen Gegebenheiten wenig zu tun hat, ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Von „palästinensischen“ Journalisten nämlich und allerdings, auf die sich oft genug ihre erwähnten deutschen Kollegen berufen, wird nicht Unabhängigkeit erwartet, sondern Parteilichkeit. Treffen mit israelischen Journalisten muß der „palästinensische“ Reporter deshalb natürlich ebenso ablehnen wie auch nur private Kontakte zu Juden, sofern die nicht gerade Uri Avnery heißen oder „Menschenrechtsaktivisten“ sind.

„Palestinian journalists who last week met with their Israeli colleagues and an IDF spokesman in Tel Aviv have come under fire from both Hamas and Fatah. [..]

The journalists met with Maj. Avichai Edri, head of the Arabic-language branch of the IDF Spokesman’s Office.

Three of the journalists – Lana Shaheen, Mueen al-Hilu and Abdel Salam Abu Askar – are from the Gaza Strip, while another two are from the West Bank.

They now face expulsion from the Fatah-controlled Palestinian Journalists Syndicate on charges of promoting normalization with Israel.“

Man darf gespannt sein, ob die deutschen Sebastian Engelbrechts und Inge Günthers sich für diese ihre Kollegen einsetzen oder zukünftig wenigstens erwähnen werden, daß ihre „palästinensischen“ Quellen alles andere sind als unabhängig. Immerhin ahnt man nun, weshalb die deutsche Nahost-„Berichterstattung“ ist, wie sie ist.

1 Comment

  1. […] „Palästinensische Quellen“ – insbesondere journalistische – sind ja sooo unabhängig und glaubwürdig […]

Comments are closed.