Kategorie: Du bist Deutschland

Du bist Deutschland

Arme Krauts. Sie waren, sie sind nichts als Opfer. Und „dürfen [..] nicht über Hitler lachen“, die Ärmsten:

„Vielleicht denken wir an den Zweiten Weltkrieg mit seinen Opfern mehr, als schließlich für uns gut ist, denn wir sind weder am Zweiten Weltkrieg schuld noch waren wir an ihm beteiligt. Ist das also sozusagen eine Erbsünde – was können wir denn dafür? Wir sind noch heute Opfer von diesem Krieg und das sollte uns allen zu denken geben.“

Wer nicht denken kann, kann es einfach nicht.

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Lesen manche besonders deutsche Deutsche etwas vom Zentralrat der Juden in Deutschland, lesen sie, scheint’s, Zentralrat der Juden und denkt etwas in ihnen Die Weisen von Zion:

„Der Zentralrat sollte sich besser um die nationalistische und menschenverachtende Politik Israels kümmern.“

„Der Zentralrat der Juden schreit hier wieder laut und benutzt immer heftigere Vergleiche, nur um von dem schreienden Unrecht in Gaza und den Westbanks abzulenken.“

Der Zentralrat hat hier gar nichts zu fordern! [..] Wie gehen denn die Israelis als Judenstaat mit den Arabern um?“

„Der Zentralrat der Juden sollte sich mal mit ihrer Kritik zurückhalten über alles was in Deutschland gesagt und getan wird hängen sie sich rein. [..] Der Zentralrat der Juden sollte mal in Israel den Mund aufmachen um gegen die menschenverachtende Politik gegen Palästina zu demonstrieren.“

„Es wäre schön, wenn der Zentralrat der Juden sich ebenso vehement, lautstark und öffentlich mit den Extremisten und Hardlinern im ‚Land seiner Väter‘ beschäftigen würde, z.B. der Umgang mit den Palästinensern. (Den Rest dieses Kommentars schlucke ich – gut erzogen – herunter). Man gewinnt immer öfter den Eindruck, dass es Vertreter des Judentums gibt, die sich auch noch den Rest an Sympathien verscherzen möchten.“

In der Tat: Haben denn die Juden in Auschwitz nichts gelernt?

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Die Deutsche Presse-Agentur GmbH (dpa) „ist der unabhängige, flexible und effiziente Dienstleister für die Sammlung, Bearbeitung, Bereitstellung, Verbreitung und Verwertung von multimedialen Inhalten. Die Nachrichtenagentur versorgt als Markt- und Qualitätsführer tagesaktuelle Medien aus dem In- und Ausland“.

Und wenn man als unabhängiger, flexibler und effizienter Dienstleister sich beliebt machen will bei Antisem„israelkritischen“ Kunden, denkt man sich Überschriften aus, die bei denen bestimmt gut ankommen:

„Netanjahu wettert gegen UN“

Das Verbrechen des israelischen Premierministers?

„Persönlich griff Netanjahu auch die UN-Vertreter an, die Ahmadinedschads Rede nicht boykottiert hatten. ‚Haben Sie keine Scham? Haben Sie keinen Anstand?‘, rief er. Die Delegierten hätten damit einem Mann das Podium überlassen, der den Tod von sechs Millionen Juden während des Holocaust leugne.

Zum Beleg hielt der Regierungschef einen Plan des NS-Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hoch, in dem eine Million Menschen dem Naziterror zum Opfer gefallen waren. ‚Sind diese Pläne eine Lüge? Sind die Häftlingsnummern, die viele von uns noch auf dem Arm eintätowiert haben, eine Lüge?'“

Wie würde die dpa diese offenbar ungehörigen Fragen wohl beantworten?

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Als jüngst in der deutschen Hauptstadt die Vernichtung Israels öffentlich gefordert und mit Hassan Nasrallah der Anführer einer weltweit operierenden Terroristenbande gefeiert wurde, ging die Berliner Polizei vor gegen ein paar Gegendemonstranten, die mit hebräischsprachiger Musik und etwa einer Fahne, auf der „Free Gilad Shalit“ zu lesen war, die deutsche Ordnung offenbar schwer beschädigen wollten. Gegen eine Demonstrantin, die mit Sonnenbrille und Hand sich böswillig vermummte, wurde ein Verfahren eröffnet.

Der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch entschuldigte sich nun für das Verhalten seiner Beamten:

„Mit einem Brief an die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, hat sich Polizeipräsident Dieter Glietsch für das Vorgehen seiner Beamten bei der Gegenkundgebung zur islamischen Al-Quds-Demonstration entschuldigt. Dies teilte er am Montag im Innenausschuss mit. [..]

Glietsch bedauerte die Art, wie die Beamten auf der Al-Quds-Demo am 12. September sich gegenüber den Teilnehmern der Gegenkundgebung verhalten hätten. So hatten sie verboten, eine Israel-Flagge mit hebräischen Schriftzeichen zu zeigen oder hebräische Lieder zu singen. Gegen eine Teilnehmerin wurde wegen angeblicher Vermummung ermittelt – obwohl die Frau lediglich eine Sonnenbrille trug und sich die Hand vor den Mund gehalten hatte.“

Folgen für die Beamten des Dieter Glietsch hat deren Verhalten nicht, bei seiner Gleichsetzung aggressiver antisemitischer Hetze auf der einen und der Forderung nach Freilassung eines gewaltsam Entführten auf der anderen Seite bleibt der Polizeipräsident auch bei seiner „Entschuldigung“.

Macht und Ohnmacht

Notiz an die Mitverschworenen: Jemand hat nicht und jemand hat, leider, aufgepaßt. Und deshalb ist nun alles aufgeflogen. Ein nicht vorhandener Eintrag in der allwissenden Wikipedia darf uns niemals nicht wieder passieren!

„Dass Israel, neben seinen offiziellen Schutzeinrichtungen wie dem Jüdischen Weltkongress oder dem Zentralrat der Juden in Deutschland, sowie diverser hoch angesehener Persönlichkeiten aus allen bedeutenden Nationen der Welt auch über verschiedene, teilweise bezahlte Kanäle für ’spontane Gegenpropaganda‘ verfügt und diese auch ebenso prompt wie zuverlässig reagieren, wann immer irgendwo und -wie Kritik an Israels politischer und militärischer Führung aufkommt, ist schon lange bekannt. Ob als gut bezahlter medialer Söldner, zionistischer Fundamentalist, verblendeter und meist auch ‚antideutscher‘ Philosemit oder auch als einfach nur gutgläubiger Mensch jüdischen Glaubens … die Vielfalt der Pro-Israel-Vertreter ist nicht nur beeindruckend und bestens organisiert, sondern auch im ‚psychologischer Kriegführung‘ versiert … das Suchwort, welches Ihnen bei der Recherche nach Belegen für unsere Behauptung helfen wird, lautet ‚Hasbara‘ (Hier ein äußerst ergiebiges Suchergebnis). – Das erste, nicht nur bezeichnende, sondern buchstäblich alles sagende Ergebnis, das Sie dabei erhalten werden, ist, dass es zu diesem Thema (Stand: 19.09.09, 0:00 Uhr) keinen Eintrag in der deutschen Wikipedia zu finden gibt …“

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Demonstrationsfreiheit gibt es in Deutschland für Bauern, die durch das halbe Land in die Hauptstadt traktoren, regelmäßig für deutsche Nazis und immer wieder für deren islamische Verbündete. Keine Demonstrationsfreiheit in Deutschland gibt es für Demokraten, die zu Israel sich bekennen wollen.

Deutsche Polizisten machen dann sich zu Bütteln eines antisemitschen Mobs, der vor „Provokationen“ bewahrt werden soll, das zu tun, was er ohnehin tut – nämlich Israels Ende herbeizuwünschen -, und deutsche Gerichte bitten noch nachträglich zur Kasse. Hebräisch ist im Land der Dichter und Henker nun auch verboten:

„Es ging wie immer um die Auslöschung Israels und die Polizei drückte beide Augen zu. Hier war ein Ordner mit Hisbollah-T-Shirt, dort einer mit dem Konterfei des Judenmörders Nasrallah auf dem feisten Wanst zu sehen, alles kein Problem für die Ordnungshüter.

Derweil brauchten die Gegendemonstranten ihre vorbereitete Musik-CD gar nicht auszupacken. Lieder mit hebräischen Texten waren von der Einsatzleitung spontan verboten worden.“

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Es ist völlig zwecklos, Druck auszuüben auf die Frankfurter Buchmesse. Sie läßt sich nicht erpressen:

„Die Frankfurter Buchmesse lässt sich von niemandem unter Druck setzen und steht als Teil der deutschen und internationalen Verlagsbranche weltweit für die Freiheit von Rede, Meinung und Presse.“

Sie will – nurgebeten werden, die Frankfurter Buchmesse, die „weltweit“ für „Freiheit von Rede, Meinung und Presse“ steht, Wünsche nämlich erfüllt sie gern – und ganz ohne Druck:

„Auf Wunsch des Organisationskomitees Ehrengast China wurden Dai Qing und Bei Ling von der Liste der Diskussionsteilnehmer gestrichen.“

„Nicht ungefährlich“

1.600 „Israelkritiker“ gegen 7 Freunde Israels und eine Fahne. Als gefährlich gelten in Deutschland letztere. Und wer gefährlich ist, muß bestraft werden in Deutschland.

„Ein pro-israelische Demonstrantin (30) ist am Mittwochmorgen vom Bochumer Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt worden. Laut Urteil hatte sie gegen das Versammlungsgesetz verstoßen, weil sie eine Demo nicht rechtzeitig angemeldet und somit ‚keine ungefährliche Situation geschaffen‘ hatte.

Die Sowi-Studentin hatte am 17. Januar in der Bochumer Innenstadt eine Mini-Demo mit rund sechs Gefährten gegen eine große Demo von vier Moschee-Vereinen abgehalten; bei dieser hatten 1600 Menschen die israelischen Luftangriffe gegen Palästinenser im Gazastreifen kritisiert. Das wollte sich die 30-Jährige nicht unwidersprochen bieten lassen, weil sie darin ‚eine Täter-Opfer-Umkehr‘ sah.

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Eine Erika Meyer denkt und bedenkt und führt vor die Augen sich:

„wenn man sich vor Augen führt, daß im Gaza alle Menschen unterernährt sind und die Kinder nicht einmal richtig wachsen!!!!!“

Und wenn die Erika Meyer so denkt, bedenkt und sich vor Augen führt, will die Realität die Flucht ergreifen, kann das aber nicht. Paltoday nämlich hielt sie fest, nicht für Erika Meyer freilich. Die denkt, bedenkt und führt sich vor Augen nur das, was sie sehen will, jedoch nicht kann.

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