Frank-Walter Steinmeier, der Deutschen Außenminister, der nicht mehr Frank-Walter heißen mag, besucht den Irak, an dessen Befreiung vom Bath-Nazismus er und seine Partei sich nicht beteiligen wollten, und muß etwas eingestehen, was, ginge es nach ihm, nie geschehen wäre:
„Vor seinem Abflug in Berlin sagte er nach Angaben seines Ministeriums, die irakische Regierung habe in den vergangenen Monaten ‚wichtige Erfolge bei der politischen Stabilisierung des Landes erzielt.'“
Frank-Walter Steinmeiers Deutschland hat daran nicht den geringsten Anteil. Und das wurmt den deutschen Sozialdemokraten, das ärgert ihn, denn nicht zuletzt blamiert eben sein Ausflug all die Horrorszenarien, mit denen die Sozialdemokratie ihren anti-amerikanischen Wahlkampf führte, um einen „Deutschen Weg“ zu beschreiten.
Doch wer nun ein Eingeständnis der eigenen Pleite von Frank-Walter Steinmeier erwartet – „Steinmeier hatte mit seiner Bagdad-Reise bewusst gewartet, bis die Ära von US-Präsident George W. Bush, des Vaters der Invasion von 2003, vorbei war.“-, wird nicht überraschend enttäuscht. Er droht der irakischen Regierung, die bisher gut ohne sie auskam, statt dessen deutsche Hilfe an:
„Meine Reise zeigt: Wir wollen diesen neuen Irak auf dem Weg der demokratischen Konsolidierung und des friedlichen Ausgleichs zwischen Religionen und Ethnien unterstützen.“
Und davor rette angesichts der Vorgeschichte sich wer kann.
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