Familienbande

„Öznur kannte Hatun. ‚Als ich damals die Nachricht von ihrer Ermordung hörte, war ich geschockt.‘ Heute ist die junge Frau enttäuscht, dass das Grab von Hatun Sürücü verwildert. Zudem hat die Familie den Grabstein nie bezahlt. Nach Angaben des Steinmetzbetriebes Hohlfeld am Eingang zum Landschaftsfriedhof Gatow in Spandau ist die Rechnung in Höhe von 1583,89 Euro seit vier Jahren offen. Die junge Deutschkurdin wurde, wie berichtet, von ihrem jüngsten Bruder Ayhan erschossen – als Strafe dafür, dass sie eine Ausbildung machte, den aus einer Zwangsehe stammenden Sohn Can allein aufzog, also ‚westlich lebte‘.“