Abrüstung

Am Montag ging im Südlibanon ein Waffenlager, das die Hisbollah in einem mehrstöckigen Gebäude, das dafür nicht geeignet war, angelegt hatte, in die Luft. Die Hisbollah, mit deren Entwaffnung jene UNIFIL beauftragt ist, die die Zeit sich aber lieber damit vertreibt, zionistische Rinder zu jagen, bestreitet, daß es bei der Explosion Tote gegeben habe.

Libanesische Sicherheitskräfte hingegen gehen von fünf Toten aus, darunter ein Hisbollah-Mitglied und dessen Sohn, in deren Wohnung die Waffen gelagert wurden. Nach der Explosion, das belegen Luftaufnahmen der israelischen Streitkräfte, wurden weitere Waffen aus dem Haus gebracht. Die Lage scheint eindeutig.

Da jedoch nicht sein darf, was nicht sein soll, hegen ausgerechnet die UNIFIL„Friedensbewahrer“, unter deren Augen die Hisbollah nicht etwa ab-, sondern munter aufrüstet, Zweifel. Sie wollen daher nun untersuchen, „ob das Haus tatsächlich als Waffenlager benutzt wurde. Das würde eine Verletzung der UN-Resolution 1701 bedeuten“.

Als Leiter einer Untersuchungskommission empfiehlt sich Richard Goldstone. Er könnte als so unabhängiger wie unvoreingenommener Sachverständiger zu dem Schluß kommen, daß die Explosion ja gerade den Willen der Hisbollah zur Abrüstung belege, die aber durch israelische Beschwerden über just solche Explosionen mutwillig behindert werde.