Entlarvender Hilferuf

Das »Außenministerium« des Regimes in Ramallah hat sich bestürzt darüber geäußert, daß der Rest der Welt mit Schweigen auf den Tod eines »Palästinensers« am Mittwoch reagiert habe. »Wir sind sehr überrascht darüber, daß die Weltgemeinschaft auf solche Verbrechen mit Stille und Gleichgültigkeit antwortet«, heißt es in einem Statement aus Ramallah, aus dem die Agentur Wafa zitiert.

Der als Mohammad Abdul-Fattah identifizierte »Palästinenser« hatte am Mittwoch die Beifahrertür eines haltenden israelischen Wagens aufgerissen und versucht, auf ein Mädchen einzustechen, das in dem PKW saß. Dem Vater des Mädchen, der seine Tochter zur Schule bringen wollte, war es gelungen, den Angreifer mit einem Schuß abzuwehren. Der »Palästinenser« erlag seinen Verletzungen.

Mit seinem »Hilferuf« bekennt sich das Regime um »Palästinenserpräsident« Abu Mazen einmal mehr mit dem antisemitischen Terror. Es verleumdet die Notwehr eines Vaters in Sorge um das Leben seiner Tochter als ein »Verbrechen«, für das es die Regierung in Jerusalem verantwortlich macht und die Welt der Komplizenschaft beschuldigt, statt sich von dem Terrorakt zu distanzieren.

Während sich Ramallah mit seinem Appell durchaus nicht überraschend nur treu bleibt, erinnert es mit ihm tatsächlich eindrücklich daran, für wie selbstverständlich es internationale Unterstützung hält. Es erwartet sie selbst noch im Fall eines mißglückten terroristischen Verbrechens eines »Palästinensers«. Diese Erwartung sagt mehr aus über die »Weltgemeinschaft« als der lieb sein kann.