Während Gestalten und Organisationen, für die sich »Experten« und Medienschaffende das irreführende Adjektiv »propalästinensisch« ausgedacht haben, in der deutschen Hauptstadt offenbar selbst dort Angst und Schrecken stiften, wo man mit ihnen sympathisiert und feiert, wissen »Palästinenser« in Israel in ziemlich großer Zahl zu schätzen, was sie am von jenen so vehement verdammten und bekämpften jüdischen Staat haben.
Erreichte die Wahlbeteiligung bei den Knesset-Wahlen am Dienstag insgesamt Rekordwerte, ließen es nach ersten Angaben sich gut vier von fünf wahlberechtigten arabischen Bürgen Israels nicht nehmen, mit ihrer Stimmabgabe ihre Verbundenheit mit dem einzigen demokratischen Gemeinwesen im Nahen Osten zu demonstrieren. Wollen andere »Palästina« durch die Auslöschung der jüdischen Demokratie »befreien«, wollen sie an ihr mitwirken.
Selbst wenn gar nicht zu leugnen ist, daß ihnen besonders in der Umgebung des Amtsinhabers mit einiger Ablehnung begegnet und versucht wird, sie zu diskreditieren und auszugrenzen, verweigerten die arabischen Wähler sich nicht der Demokratie, sondern gaben ihr den Vorzug davor, sich ihr mit den in Gaza, Ramallah und vom antisemitischen Pöbel in aller Welt gepredigten Methoden zu widersetzen. Israel, der jüdische Staat, ist eben auch ihrer.
Deuten die gleichwohl noch nicht endgültigen Auszählungsergebnisse zwischenzeitlich auf 19 Parlamentssitze für Kandidaten der »arabisch« genannten Parteien, sind sie zugleich eine schallende Ohrfeige für jenes Milieu, das sich in Europa, Amerika und anderswo mit den Insignien »palästinensischer« Terrororganisationen behängt. Die arabischen Wähler in Israel blamieren mit ihrem Votum eine »Palästina-Solidarität«, die doch nur ordinärer Judenhaß ist.