Starrsinn

Abu Mazen hat angedeutet, daß er sich Gedanken um sein Vermächtnis macht. Offenbar in Anspielung auf seinen Gesundheitszustand hat der »Palästinenserpräsident« beim jüngsten »Revolutionsrat« seiner Fatah erklärt, er wolle »nicht als Verräter gehen«. Als »Verrat« würde er es danach empfinden, Bemühungen der US-Regierung einzugehen, den Friedensprozeß mit Israel zu beleben.

Der amerikanische Präsident Donald J. Trump will mit einem freilich noch nicht offiziell vorgestellten »Deal of the Century« einem Frieden zwischen »Palästinensern« und Israel sowie einer Zwei-Staaten-Lösung zum Durchbruch verhelfen. Bewegt sich das Weiße Haus damit im Rahmen internationaler Vorstellungen, ist es zugleich nicht länger bereit, »palästinensische« Sabotage zu dulden.

So kürzte die Regierung in Washington als Reaktion auf die Weigerung der »Palästinenser«, ihr System der »Märtyrer-Renten«, mit denen Ramallah Terroristen oder deren Angehörige belohnt, zu überdenken, ihre Unterstützung für die UNRWA und machte mit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels deutlich, daß Terroristen in dieser Frage kein Mitsprache- oder Vetorecht haben.

Für die Clique um Abu Mazen, die selbst in der ihr sonst wohlgesonnenen New York Times mittlerweile als »korrupte Gerontokratie« bezeichnet wird, als »inkompetent, abgehoben, eigennützig und immer autoritärer«, mag dieser Druck neu sein, ungerechtfertigt ist er jedoch nicht. Das demonstrierte Abu Mazen mit seiner Ansprache vor dem »Revolutionsrat« der Fatah nur einmal mehr.

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