»Palästinensischer« Traum

Die das Regime in Ramallah dominierende Fatah teilt via Twitter mit, das »Recht auf Rückkehr« sei »der Traum alle Palästinenser«. Illustriert wird die Botschaft von einer Aufnahme eines an einem nicht näher bezeichneten Strand aufgestellten Mals, dessen Umriß ein »Palästina« zeigt, das für Israel keinen Platz läßt – ein »Palästina«, das es so nie gab, ein »Palästina«, das es nie geben sollte.

Die Fatah, die bestimmende »Fraktion« der PLO, demonstriert damit, wie weit sie entfernt davon ist, eine Zwei-Staaten-Lösung in ihrem Konflikt mit Israel zu akzeptieren. Nicht nur löscht sie den jüdischen Staat symbolisch aus, durch ihr Beharren auf einem »Recht auf Rückkehr« bedroht sie ihn ganz real. Die Umsetzung dieses »Rechts« würde Israel in einen arabischen Staat verwandeln.

Mit dem »Recht auf Rückkehr« werden seit Generationen »Palästinenser« durch ihre »Führer« und deren internationale Unterstützer indoktriniert. Während ihnen da, wo viele »Palästinenser« leben, grundlegende Rechte vorenthalten werden, indem man sie zu »Flüchtlingen« erklärt, wird ihnen zugleich ein Leben in einer »Heimat« versprochen, die ihnen in den allermeisten Fällen nie eine war.

Während des von arabischen Staaten vom Zaun gebrochenen Kriegs gegen das eben gegründete Israel gaben 1948/49 Teile der arabischen Bevölkerung aus verschiedenen Gründen ihre Wohnsitze auf, manche freiwillig, andere unter Druck. Weitere wiederum erklärten sich zu »Flüchtlingen«, um in den Genuß von Unterstützung zu kommen, die ihnen die bald gegründete UNRWA gewährte.

Mit einer speziellen Definition des Begriffs »Flüchtling«, die andere Organisationen der Vereinten Nationen nicht teilen, sorgt dieses »Hilfswerk« bis heute dafür, daß die Zahl der »Flüchtlinge« stetig steigt: »Palästinenser« nämlich können den Status »Flüchtling« erben und vererben. Aus etwa 700.000 Flüchtlingen wurden so bis heute nach UN-Angaben mehr als 5 Millionen »Flüchtlinge«.

Deshalb geht es beim »Recht auf Rückkehr« auch nicht um eine Art Wiedergutmachung möglicherweise erlittenen Unrechts, sondern schlicht um eine Auslöschung Israels als Ausdruck jüdischer Selbstbestimmung. Mit ihrem demonstrativen Festhalten an diesem »Recht« zeigt die Fatah, daß sie für einen Frieden mit Israel nicht bereit ist. Ihr Ziel sind nicht zwei Staaten, sondern kein jüdischer Staat.

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