Am Donnerstag hat Zohran Kwame Mamdani seinen Amtseid auf den Koran geleistet und darf sich seither Bürgermeister von New York City nennen, der mit rund 9 Millionen Einwohnern größten und bevölkerungsreichsten Stadt der Vereinigten Staaten. Als eine seiner ersten Amtshandlungen nahm der demokratische Politiker, der sich selbst »Sozialist« nennt, Anordnungen seines Vorgängers Eric Adams zur Bekämpfung von Antisemitismus zurück.
Gehören seinem »Übergangsteam« Dutzende Personen an, denen antisemitische und extremistische Ansichten nachgewiesen werden können, hatte Zohran Kwame Mamdani sich und seine »israelkritische« Frau Rama Duwaji zur Vereidigung von Gabriella Karefa-Johnson einkleiden lassen, einer früheren Moderedakteurin, die ihren Posten bei dem Magazin Vogue wegen antisemitischer Ausfälle verloren hatte, und war dann nur folgerichtig zur Tat geschritten.
Mit der Rücknahme der Anerkennung der weltweit von vielen Institutionen, Organisationen, Parlamenten und Regierungen geachteten Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Allience (IHRA) durch New York, die von dem ebenfalls demokratischen Eric Adams erst im Mai 2025 angeordnet worden war, bereitet sein Amtsnachfolger nun den Weg für Antisemiten in städtischen Ämtern und amtlich abgesegneten Judenhaß.
In einem an seinem letzten Tag im Amt veröffentlichten Bericht über Maßnahmen New Yorks zur Bekämpfung von Antisemitismus hatte Bürgermeister Eric Adams noch einen »beispiellosen Anstieg von antisemitischen und antijüdischen Haßverbrechen« beklagt und konstatiert, daß die Stadt bei einer ihrer wichtigsten Aufgaben, dem Schutz aller, insbesondere aber ihrer jüdischen Einwohner und Gäste, deutlich nacharbeiten und besser werden müsse.
Mit seiner Entscheidung gegen die IHRA-Definition von Antisemitismus bekräftigt Zohran Kwame Mamdani, der auch in Europa dennoch – oder: gerade deswegen – geschätzt wird, wie wenig Bedeutung er dieser Aufgabe beimißt. Noch gilt New York als Heimat der weltweit größten jüdischen Gemeinschaft außerhalb Israels. Lebten 2023 960.000 Juden in New York City und rund 412.000 in den vorstädtischen Bezirken, liegt Zohran Kwame Mamdani wenig daran, daß das so bleibt.