Schlagwort: Thomas Bach

Wertewahrer

Nachdem sich vor noch wenigen Tagen »Präsident« Abu Mazen in Anwesenheit eines dazu schweigenden deutschen Bundeskanzlers und ungezählter Journalisten weigerte, den Überfall »palästinensischer« Terroristen auf die 1972 in der bayerischen Landeshauptstadt München veranstalteten Olympischen Spiele auch nur leise zu bedauern, reagiert das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf seine Weise auf den Affront.

Am Sonntag wird der IOC-Präsident Thomas Bach in Ramallah erwartet, wo er sich im Rahmen eines zweitägigen Besuchs mit Jibril Rajoub zu treffen plant, dem »Sportminister« des PLO-Regimes, der auch dem »Palästinensischen Olympischen Komitee« vorsteht sowie dem »Palästinensischen Fußballbund«. Jibril Rajoub hält das Gedenken an die Opfer des Terrors des »palästinensischen« Schwarzen September für »rassistisch«.

Als »Sportminister« und oberster »Fußballfunktionär« des Regimes in Ramallah leht er jede »Normalisierung« mit Israel ab, das er, verfügte er über Atombomben, nach eigener Auskunft längst damit ausradiert hätte. Der »Sportfunktionär«, der auch mal mit seiner Verehrung für Adolf Hitler kokettiert, läßt es zu, daß »palästinensische« Kinder und Jugendliche sich zu Ehren »palästinensischer« Terroristen in Wettkämpfen messen.

Und während selbst eine moralisch so korrupte Organisation wie die FIFA Jibril Rajoub wegen dessen antisemitischer Ausfälle ein Stadionverbot erteilte, verspürt der 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte IOC-Chef Thomas Bach offenbar keine Skrupel, das Regime um »Präsident« Abu Mazen und Jibril Rajoub mit einem Besuch zu legitmieren. Überzeugender läßt sich die Olympische Charta kaum mit Füßen treten.

Schadensbegrenzung

Jibril Rajoub hat als Chef des »Palästinensischen Olympischen Komitees« »palästinensische« Teilnehmer der Olympischen Spiele in Japan aufgefordert, mögliche Wettkämpfe mit israelischen Sportlern zu boykottieren. Haben bisher »nur« einzelne Sportler Wettkämpfe mit israelischen Teilnehmern verweigert, ist Jibril Rajoub nun der erste »Sportfunktionär«, der zum antisemitischen Boykott aufruft.

Nach dem algerischen Judoka Fethi Nourine hatte sich am Wochenende auch der sudanesische Judo-Sportler Mohamed Abdalrasool geweigert, gegen Tohar Butbul aus Israel anzutreten. Für die beiden Verweigerer endete damit ihre Teilnahme an Tokyo 2020. Jibril Rajoub, der in Ramallah auch den »Generalsekretär« der »palästinensischen« Terrororganisation Fatah gibt, ist allerdings noch in Japan.

Die Olympische Charta des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das die Olympiade in Japan veranstaltet, erklärt, »jede Form von Diskriminierung eines Landes oder einer Person aufgrund von Rasse, Religion, Politik, Geschlecht oder aus sonstigen Gründen« sei »unvereinbar [..] mit der Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung«. Jibril Rajoubs Forderung verstößt gegen diesen Grundsatz.

Das von dem deutschen Sportfunktionär Thomas Bach geleitete Internationale Olympische Komitee ist nach Jibril Rajoubs Boykott-Aufruf gefordert die Olympische Charta gegen sein »palästinensisches« Mitglied durchzusetzen. Jibril Rajoubs Mitgliedschaft in dem Gremium sollte beendet oder zumindest suspendiert werden, die »palästinensische Nation« von den Wettkämpfen ausgeschlossen werden.

Abzuwarten, ob ein »palästinensischer« Sportler der Forderung des hochrangigen PLO-Funktionärs folgt, kann dabei keine Option sein. Jibril Rajoubs gegen den Olympischen Geist verstoßender Boykott-Aufruf steht im Raum und vergiftet die Atmosphäre von Tokyo 2020. Und kein Mitglied der »palästinensischen« Mannschaft sollte die Gelegenheit bekommen, für einen weiteren Eklat zu sorgen.