Schlagwort: Nepotismus

Bedrohung

Am Mittwoch ist eine erste Lieferung von Impstoffen gegen das Covid-19-Virus aus dem COVAX-Programm in Ramallah eingetroffen. Während 38.000 Dosen des Impstoffs von Pfizer/BioNTech ab Sonntag verimpft werden sollen, werden 24.000 weitere Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca vorerst gelagert. Das internationale COVAX-Programm unterstützt weniger entwickelte Gesellschaften.

Für die Gesundheitsversorgung der »Palästinenser« in den umstrittenen Gebieten und Gaza ist nach den Osloer Verträgen Ramallah zuständig. Die Clique um »Präsident« Abu Mazen hatte im Mai 2020 einen Boykott Israels ausgerufen und bis November jeden Kontakt zu Jerusalem verweigert. Folgerichtig kam es zu keiner »palästinensisch«-israelischen Kooperation bei der Beschaffung von Impfstoffen.

Während weite Teile der israelischen Bevölkerung derweil mindestens eine Impfung erhalten haben und viele bereits die zweite, darunter selbstverständlich die arabischen Bürger des jüdischen Staates und »Residents«, versuchten angebliche »Menschenrechtsaktivisten« und das PLO-Regime in Denunziationskampagnen, Israel für die Folgen der Fehlentscheidungen Ramallahs verantwortlich zu machen.

Noch während Israel Impfdosen nach Ramallah schickte – die die Clique um Abu Mazen an Günstlinge verteilte und teils nach Jordanien weitergab -, halfen selbst deutsche Medien, die erkennbar antisemitische Hetze zu verbreiten, statt Inkompetenz und Korruption in Ramallah zu thematisieren. Kein Wunder ist es daher, daß Ramallah selbst jetzt noch versucht, mit Impfstoffen »Politik« zu machen.

Wie die Jerusalem Post berichtet, verweigerte das Regime in Ramallah die Annahme von Impfdosen, die ihm die Vereinigten Arabischen Emirate zur Verfügung stellen wollten. Abu Dhabi hatte im vergangenen Jahr ein Friedensabkommen mit Jerusalem geschlossen, an dessen Vermittlung mit Mohammed Dahlan auch ein schon zuvor in Ramallah in Ungnade gefallener »Palästinenser« beteiligt war.

Mit der COVAX-Lieferung steht nun, sofern sie nicht erneut durch die »Palästinenserführung« veruntreut wird, zwar eine größere Zahl von Impfdosen zur Immunisierung von »Palästinensern« zur Verfügung, das PLO-Regime ist aber zugleich dafür verantwortlich, daß der Mangel größer bleibt als er sein müßte. Die »Palästinenserführung« gefährdet weiter Gesundheit und Leben der »Palästinenser«.

Impfung, wem Impfung gebührt …

Die Empörung der »Palästinenserführung« kannte keine Grenzen: Als die Impfkampagne gegen das Covid-19-Virus in Israel in immer größeren Schritten voranschritt, vergossen zunächst »Menschenrechtsaktivisten« bittere Krokodilstränen und warfen Jerusalem Apartheid vor, weil es »Palästinensern« die Immunisierung verweigere, dann schloß sich auch das Regime in Ramallah der Kampagne an.

Von »Rassismus« tönte es da aus Ramallah, »Verbrechen«, die Jerusalem an den verletzlichsten der Verletzlichen begehe, indem es diesen die Impfung vorenthalte, diagnostizierte die »Führung« des eigentlich dafür zuständigen PLO-Regimes um »Präsident« Abu Mazen und »Premierminister« Mohammad Shtayeh und forderte die Weltgemeinschaft auf, Israel dafür endlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Inzwischen stellt sich heraus, daß jedenfalls die ganze Sorge um besonders verletzliche »Palästinenser« in den umstrittenen Gebieten und Gaza eine geheuchelte war. Während Impfstoffe gegen das Covid-19-Virus in »Palästina« nach wie vor ein äußerst knappes Gut sind, räumt die »Palästinenserführung« ein, daß ihre Prioritäten bei der Zuteilung der ersten verfügbaren Dosen recht spezielle waren.

So kamen nicht nur Vertreter der »Palästinenserführung« in den Genuß der knappen Impfdosen, einige wurden gar gleich nach Jordanien geschickt, wo sie – sehr wahrscheinlich – zur Immunisierung dort exilierter Gestalten wie Leila Khaled, die sich als Flugzeugentführerin besonders »verdient« gemacht hat um »Palästina«, eingesetzt wurden, während tatsächlich Bedürftige noch immer warten müssen.

Die durch und durch korrupte und verantwortungslose »Palästinenserführung« entlarvt sich mit ihrer skrupellosen Selbstbedienung und der Bevorzugung besonders »prominenter« ihrer Untertanen, auch Sportler sind wohl ihnen sein, freilich nur einmal mehr als wirkliche Feindin jener, deren Interessen zu vertreten sie vorgibt, während ihr lauter werdendes Schweigen dazu allerlei »NGO« demaskiert.