Übliche Verdächtigungen

Fakten zeichnen sich durch objektive Überprüfbarkeit aus. Was nicht überprüft werden kann, ist daher nicht mehr als eine Behauptung. Und Behauptungen werden nicht durch Beifall zu Fakten, sondern bleiben, was sie sind, schlimmstenfalls böswillige Verleumdungen. Gleichwohl wurde bei den einst renommierten Filmfestspielen in Venedig jetzt erneut ein antiisraelisches Machwerk als »Dokumentation« mit einem Preis und entlarvend großzügigem Applaus bedacht.

Basierend auf angeblichen Aussagen angeblicher Angehöriger israelischer Streitkräfte, die sich jeder Überprüfbarkeit entziehen und denen daher nicht einmal anekdotischer Charakter zugebilligt werden kann, soll »Naza« zeigen, daß die IDF in Gaza systematisch gegen Zivilisten vorgehen. In einer Szene wird behauptet, bei der Planung einer Operation in dem von der Hamas beherrschten Gebiet sei billigend mit bis zu 500 »Kollateralschäden« gerechnet worden.

Während das offizielle Jerusalem bestreitet, gegen die »palästinensische« Zivilbevölkerung Krieg zu führen, geben auch die israelischen Streitkräfte, niemals einen Einsatz im Kampf gegen die Hamas erwogen zu haben, bei dem 500 Zivilisten hätten getötet werden können, eine Zahl freilich, nach der das intelligenzabstinente Publikum in Venedig ebenso gierte wie Antisemiten weltweit, die doch längst von einem »Völkermord« in Gaza zu »wissen« meinen.

Fünfundzwanzig Minuten Applaus soll es jedenfalls gegeben haben für das Agitprop-Werk der bereits einschlägig verrufenen Yuval Abraham und Rachel Szor, das vom kaum weniger berüchtigten antisemitischen Hetzblatt The Guardian produziert wurde. In einer Welt, in der »Experten« ohne für sie negative Folgen Jerusalem auch mal nachsagen können, es wolle 14.000 Kleinkinder innert weniger Tage verrecken lassen, ist »Naza« der kaum verdiente Erfolg wohl sicher.

Dazu dürften nicht zuletzt auch Reaktionen einiger israelischer Politiker beitragen, die bis zur Forderung reichen, Yuval Abraham und Rachel Szor die israelische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Israel ist ein gefestigter demokratischer Rechtsstaat, selbst so verleumderische Filme wie »Naza« belegen das. Die Möglichkeit auch solcher »Kritik« ist ein Alleinstellungsmerkmal des jüdischen Staates in der Region und darüber hinaus. Daran sollte nicht gerüttelt werden.

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