Schlagwort: Gaza

Kriegserklärung

Die Regierung in London hat, repräsentiert durch ihren Außenminister und nach eigener Auskunft »stolzen britischen Juden« Ed Miliband, ein umfassendes Verbot wirtschaftlicher Beziehungen zu jüdischen Unternehmen in den umstrittenen Gebieten angekündigt. Das Vereinigte Königreich wolle damit die Regierung in Jerusalem für ihre Politik gegenüber den »Palästinensern« sanktionieren und die Möglichkeit einer »Zwei-Staaten-Lösung« erhalten.

Es hilft freilich alles Herumgerede nicht: Eine Regierung und eine Partei, die stolz darauf sind, »Palästina« bereits an Jerusalem vorbei als »Staat« anerkannt zu haben, hat jede Glaubwürdigkeit als Retterin einer »Zwei-Staaten-Lösung« verspielt. Mit ihrem angekündigten Judenboykott, den so zu nennen London noch nicht wagt, greift die sozialdemokratische Regierung erneut einseitig und eskalierend in den »palästinensisch«-israelischen Konflikt ein.

Wollte London seine diplomatische Aufwertung des Regimes der Terrororganisation PLO ausdrücklich als Sanktionierung Jerusalems verstanden wissen, die Frankfurter Allgemeine überschriftete seinerzeit ganz passend, »[Premierminister Keir] Starmer droht Israel mit Anerkennung Palästinas«, stehen auch die jetzt verkündeten Maßnahmen in dieser antiisraelischen Tradition: Statt möglicherweise sanktionswürdige Extremisten zu bestrafen, richten sie sich gegen Juden.

Zudem ist es an Verlogenheit kaum mehr zu überbieten, deliriert Ed Miliband von einem »Frieden«, den London mit seiner antisemitischen Politik befördern wolle. Die nach wie vor einschlägigen Osloer Verträge verbieten weder jüdisches Leben in »Siedlungen« in den umstrittenen Gebieten – allerdings garantieren sie auch nicht deren Bestand – noch sehen sie einen gegen Israel etablierten »palästinensischen« Staat vor, sondern eine mit Jerusalem verhandelte Lösung.

Gegen beide Prinzipien verstößt die Regierung in London. Ed Milibands geschliffene Rhetorik soll das vernebeln, tatsächlich aber bricht sie weitere Brücken zwischen dem Vereinigten Königreich und dem jüdischen Staat wissentlich und willentlich ab. Indem er Verleumdungen insbesondere der hinlänglich berüchtigten Vereinten Nationen als »Fakten« zitiert, legitimiert er ihre Schmutzkampagne gegen Israel. London gefällt sich an der Seite der Feinde der Zivilisation.

Bröckelnde Geschäftsgrundlage

Als ob sie so etwas wie Beweise überhaupt bräuchte: Francesca Albanese, die für ihren glühenden Judenhaß ebenso wie für ihre daraus gespeiste blühende Phantasie hinlänglich berüchtigte »Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Menschenrechtslage in den palästinensischen Gebieten«, hat die Einstellung von Aufräumarbeiten und Baumaßnahmen in den israelisch kontrollierten Teilen Gazas verlangt.

Während die fortgesetzte Weigerung der Hamas, die islamistische Terrororganisation verehrt die italienische »Menschenrechtsanwältin« regelrecht, ihre Waffen tatsächlich abzugeben, die Umsetzung nachhaltiger Aufbaumaßnahmen in den ihr weiterhin ausgelieferten Gebieten zuverlässig be- und verhindert, treibt Jerusalem erste Aufbauprojekte auf der israelischen Seite der Yellow Linein Gaza voran.

Doch hinter den Bemühungen Israels, die Lebensbedingungen von »Palästinensern« zu verbessern, hat Francesca Albanese, nun die Absicht Jerusalems entdeckt, Spuren zu verwischen. »Die Auswirkungen«, erklärt sie, »sind tiefgreifend«. Unter Trümmern befänden sich »menschliche Überreste und physische Beweise, die für die Untersuchung mutmaßlicher internationaler Verbrechen – einschließlich Völkermord – bedeutsam sind«.

Sind sie das? Der Mangel an Belegen hat die »Sonderberichterstatterin« Francesca Albanese jedenfalls bisher noch nie davon abgehalten, noch die absurdesten Greuelmärchen über Israel – vom »Völkermord« in Gaza, den sie doch längst als Tatsache behauptet, bis hin zu den im europäischen Belgien abgerichteten Hunden, die sich in israelischen Gefängnissen an »Palästinensern« vergehen – in die Welt zu setzen.

In der Tat fürchtet die »Menschenrechtsaktivistin« nichts mehr als eine Verbesserung der Situation in Gaza, zu der freilich auch eine Aufarbeitung all der von der Hamas an »Palästinensern« wie Juden begangenen Verbrechen gehörte und der Verwicklungen ihrer Vereinten Nationen in sie. Gestalten wie Francesca Albanese leben vom Leid anderer, in ihrem Fall das von »Palästinensern«, deshalb darf sich in Gaza nichts verbessern.

Bessere Menschen

Am vergangenen Wochenende hat im nordirischen Derry ein »Triathlon-Festival« stattgefunden, zu dem »Athleten, Triathlon-Verbände, Familien und Fans aus ganz Europa und darüber hinaus« erwartet wurden, wie es auf der Website der Veranstalter heißt. Nicht willkommen waren bei der Veranstaltung Teilnehmer aus Israel. Vier jüdische Sportler, die am Europe Triathlon Cup teilnehmen wollten, waren auf Wunsch des lokalen Ausrichters kurzfristig ausgeladen worden.

Gilt es als ein offenes Geheimnis, daß Judenhaß unter Iren zum guten Ton gehört, betont der North West Triathlon Club (NWTC) allerdings, daß seine Forderung nichts zu tun habe mit »der Religion oder ethnischen Zugehörigkeit« der israelischen Athleten, auch richte sie sich »nicht gegen Einzelpersonen, nur weil sie in Israel geboren wurden«. Ihre Teilnahme würde jedoch eine »sportliche Normalität« signalisieren, die es angesichts »des Leids der Palästinenser« nicht geben dürfe.

Nun ist es freilich so, daß es nicht bloß in Gaza Menschen gibt, die um ihre Lebensumstände nicht zu beneiden sind. Zu Beginn des Jahres erinnerte etwa die Weltgesundheitsorganisation (WHO) daran, daß sich im Sudan »die weltweit schwerste Gesundheits- und humanitäre Krise« abspiele und immer weiter vertiefe: »20 Millionen Menschen benötigen medizinische Hilfe, 21 Millionen warten dringend auf Nahrunsgmittel«, 13,6 Millionen Menschen seien auf der Flucht vor Gewalt.

Neun Monate später hat sich an der Situation wenig geändert. Doch davon läßt sich ein North West Triathlon Club (NWTC) und ließen sich die seiner Forderung folgenden Verbände ihre so heldenhaft vor den »Repräsentanten« Israels gerettete gute Stimmung nicht vermiesen. Ungerührt vom millionenfachen Leid im Sudan feierten sie ihre »Normalität«. Mit Rassismus, mit Antisemitismus aber hat das natürlich ganz und gar nichts zu tun. Neger sind halt einfach keine »Palästinenser«.

Brandstifterin

In den vergangenen Tagen wurden an verschiedenen Orten im Süden Israels Reste von Drachen und Ballons aufgefunden, die aller Wahrscheinlichkeit nach aus Gaza stammen. Während solche Funde anderswo vermutlich kaum mehr als ein Schulterzucken auslösen würden, wecken sie in den Orten in der Nachbarschaft zu Gaza Erinnerungen an vergangene Jahre, in denen Terroristen versucht hatten, mit Ballons und Drachen Brand- und Sprengsätze über die Grenze zu befördern.

Mit solchen Angriffen hatte die Hamas vor vier, fünf Jahren teils anhaltende und verheerende Brände im Süden Israels ausgelöst, die ganze Biotope ausgelöscht und Ernten vernichtet hatten. Nicht selten waren Einsatzkräfte mehrere Tage damit beschäftigt, die Flammen einzudämmen und Feuer zu löschen. Vor sechs Jahren, ihm Frühling 2020, »experimentierte« die islamistische Terrororganisation zeitweise auch mit an Ballons befestigten Giftgasgranaten und -Kanistern.

Der Verdacht, daß der in Gaza nach wie vor herrschende Arm der »Achse des Widerstands« erneut versuchen könnte, mit Drachen und Ballons vergleichsweise kostengünstig die Menschen im Süden Israels zu terrorisieren, ist deshalb kaum von der Hand zu weisen: Die israelischen Streitkräfte mahnten daher zu Vorsicht, das Board of Peace, das den Aufbau Gazas beaufsichtigt, verlangte, »alle terroristischen Aktivitäten einschließlich Angriffe mit Drachen« müßten unterbleiben.

Die Vereinten Nationen freilich, für die ein hungriger »Palästinenser« schon ausreicht, Israel für eine grassierende Hungersnot in Gaza anzuklagen, machen sich derweil lustig über die Warnungen vor erneuten Drachennagriffen. In einer Pressekonferenz warb Ravina Shamdasani, eine Sprecherin des sogenannten »Menschenrechtsbüros« der Weltorganisation, nicht etwa für Zurückhaltung beiderseits der Grenze, sondern höhnte, Jerusalem lasse sich von »spielenden Kindern« provozieren.

Selbst falls es tatsächlich Kinder aus Gaza waren, deren Drachen in Israel gefunden wurden, ist diese Reaktion bezeichnend. Indem Ravina Shamdasani israelische Befürchtungen als unberechtigt abtut, leugnet sie »palästinensischen« Terror und verhöhnt dessen Opfer. Gleichzeitig signalisiert sie, es sei harmlos, in Gaza mit Ballons oder Drachen zu spielen. Das wäre schön. Besteht aber tatsächlich die Gefahr eines Mißverständnisses, sollte sie nicht versuchen, es so heraufzubeschwören.

Inzwischen in Gaza …

Es steht gegenwärtig nicht mehr besonders gut um den Rückhalt der Hamas unter der Bevölkerung in den von ihr nach wie vor kontrollierten Teilen Gazas. Da die »Widerstandsbewegung« allerdings ist, was sie ist, eine islamistische Terrororganisation nämlich, deren Respekt vor zivilisatorischen und demokratischen Errungenschaften schlicht nicht vorhanden ist, erzwingt sie Gehorsam und Gefolgschaft auch mit brutaler Gewalt, Folter und Mord.

Dabei nutzt sie weiter unter Mißachtung internationalen Rechts auch zivile Infrastruktur, eine Taktik, die sich bewährt hat: Gehen israelische Streitkräfte gegen die Terroristen und deren Aktivitäten vor, werden sie angeprangert, nicht jedoch die Islamisten. Es verwundert daher kaum, daß das jetzt von israelischen Sicherheitskräften enthüllte Verhör- und Folterzentrum im Nasser Hospital in Khan Younis international weitgehend ignoriert wird.

Nach den Angaben, die indirekt auch durch Informationen der nicht eben ob ihres entspannten Verhältnisses zur Regierung in Jerusalem berüchtigten Médecins sans frontières (MSF) bestätigt werden, nutzt die islamistische Terrororganisation, die mit ihrem Überfall auf Israel 2023 Krieg nach Gaza brachte, einen Bereich des »Krankenhauses«, um dort »Palästinenser«zu inhaftieren und zu foltern, die sie mangelnder Hingabe an ihre »Mission« verdächtigt.

Die Ärzte ohne Grenzen stellten im Januar ihre Arbeit in dem »Krankenhaus« weitgehend ein, nachdem »unsere Kollegen«, wie sie etwas verdruckst erklärten, Zeugen geworden waren von »verdächtigen Vorgängen, darunter die Anwesenheit bewaffneter Maskierter, Einschüchterungsversuche und willkürliche Festnahmen von Patienten«. Bei einem »Vorfall«, von dem die MSF berichten, seien gar erkennbar Waffen durch die Einrichtung transportiert worden.

Nach »Gesprächen mit den zuständigen Behörden«, also der Hamas, nahm die Organisation ihre Tätigkeit in dem »Krankenhaus« im April wieder auf und machte sich so zur Mitwisserin der Verbrechen der Terrororganisation. Aber, und da ist der Giorgia Meloni, dem Emmanuel Macron, dem Friedrich Merz und dem Pedro Sánchez wohl nur zuzustimmen, was ist das schon gegen die von einem Ausschreibungsverfahren für Wohnungen ausgehenden Gefahren für den Weltfrieden.

Menschenwerdung

Kürzlich hat das Palestinian Center for Policy and Survey Research (PCPSR) die Ergebnisse seiner jüngsten repräsentativen Umfrage unter »Palästinensern« in Gaza und den von der PLO kontrollierten umstrittenen Gebieten veröffentlicht. Inzwischen offenbar umbenannt in People’s Company for Polls and Survey Reseach, hat das Unternehmen es anscheinend aufgegeben, die Menschen danach zu fragen, wie sie zur Entscheidung der Hamas stehen, Israel zu überfallen.

Unterstützten im Dezember 2023 beinahe 3 von 4 »Palästinensern« (72 Prozent) die von der islamistischen Terrororganisation mit der Absicht, den jüdischen Staat und dessen Bevölkerungsmehrheit auszulöschen, losgetretene »Al-Aksa-Flut«, scheint jedenfalls die Beliebtheit der Hamas seither zumindest etwas zurückgegangen zu sein. Hätten im Dezember 2023 43 Prozent der »Palästinenser« der Hamas in Wahlen ihre Stimme gegeben, sind es derzeit noch 24 Prozent.

In Gaza freilich bleibt die Terrororganisation die beliebteste »Partei«, noch immer jeder dritte »Palästinenser« bekennt sich hier dazu, die Hamas zu unterstützen (33 %), während das in den von Ramallah verwalteten Gebieten lediglich jeder fünfte »Palästinenser« tut (18 %). Dort könnte die »Partei« von »Präsident« Abu Mazen, die Fatah, ihre islamistische Konkurrenz derzeit sogar schlagen. Gleichwohl ist die Zustimmung der »Palästinenser« zur Hamas ernüchternd.

Jeder vierte von ihnen hält die Islamisten weiter für unterstützenswert, für wählbar. Nicht trotz ihrer Verbrechen am und seit dem 7. Oktober 2023, sondern ihretwegen, wie die seinerzeit hohe Zustimmung zu ihnen zeigt. Immerhin scheint die Begeisterung für den »bewaffneten Kampf zur Erreichung der palästinensischen Ziele« recht gedämpft: Zogen Ende 2023 63 Prozent der »Palästinenser« Gewalt Gesprächen vor, sind es noch 27. Der Weg in die Zivilisiertheit scheint noch lang.

Empörungsweltmeister

In der fünften Klasse lernen »palästinensische« Kinder überall dort, wo nach den Lehrplänen »Palästinas« unterrichtet wird, Dalal Mughrabi kennen. Die junge Frau, erfahren sie da, sei eine von »vielen Märtyrern«, die »ihr Leben für ihre Heimat geopfert« hätten. Mit ihrem von »Heldenmut und Standhaftigkeit« gekennzeichneten »Kampf ist sie ein Vorbild für uns, dessen Andenken wir für alle Zeit in unseren Herzen und Gedanken bewahren«.

In Gegenden, in denen halbwegs zivilisierte Menschen leben, gilt die so gefeierte »Märtyrerin Dalal Mughrabi« als Terroristin; ihr »Heroismus« kostete 38 Menschen das Leben, Männer, Frauen und 13 Kinder. Dalal Mughrabi führte die Fatah-Terroristen an, die im März 1978 in Israel zwei Busse in ihre Gewalt brachten, die Passagiere als Geiseln nahmen und erbarmungslos abschlachteten, bevor sie von Sicherheitskräften unschädlich gemacht werden konnten.

Viele jener sogenannten Schulen, an denen Fünftklässlern beigebracht wird, Dalal Mughrabi nachzueifern, wurden zumindest teilweise von europäischen Staaten finanziert. Die Gehälter der sogenannten Lehrer, die Kinder in ihrem »Unterricht« anhalten, Dalal Mughrabi zu folgen, finanziert zum großen Teil das gleiche Europa, und damit auch Deutschland, dessen politische Klasse sich derzeit so schrill über Itamar Ben-Gvirs »Menschenverachtung« echauffiert.

Während selbst das »linke« Tageblatt Haaretz keinen Anlaß zu sehen scheint, den jüngsten Podcast-Auftritt des israelischen Polit-Hooligans mehr als lediglich zur Kenntnis zu nehmen, versuchen deutsche Politiker von links bis hin zu »gesichert rechtsextremistisch« sich gegenseitig in ihrer »Kritik« und vor allem ihren Forderungen nach »Sanktionen« zu übertreffen, weil der laut über gezielte Tötungen von »Terroristen und anderen Feinden Israels« nachzudenken wagte.

Freilich, den ganz linken und den »gesichert rechtsextremistischen« unter ihnen ist wohl (noch) nicht vorzuwerfen, Mitverantwortung dafür zu tragen, daß Kindern in »Palästina« der Massenmord an Juden gepredigt wird. Die anderen allerdings, die in Berlin oder Brüssel daran mitwirkten oder noch immer -wirken, die Verbreitung der Botschaften des »Bildungsministeriums« in Ramallah zu finanzieren, sind womöglich keinen Deut besser als Itamar Ben-Gvir. Der ist immerhin ehrlich.

Grenzüberschreitung

Der wahlkämpfende Polit-Hooligan Itamar Ben-Gvir hat sich im Gespräch mit Rom Braslavski, den die Hamas während ihres barbarischen Überfalls auf den jüdischen Staat am 7. Oktober 2023 als Geisel nach Gaza verschleppt hatte, von der Gaza-Politik Benjamin Netanjahus distanziert und für ein verschärftes Vorgehen gegen Hamas-Terroristen und andere Feinde Israels plädiert. »Ich glaube, wir sollten jede Nacht gezielt 30 bis 40 von ihnen ausschalten«.

Was angesichts der wiederholten Erklärungen der islamistischen Terrororganisation, ihre »Al-Aksa-Flut« bei nächster Gelegenheit fortzusetzen, einer- und der bekannten Ansichten des israelischen Sicherheitsministers andererseits vor Ort als das Wahlkampfgetöse wahrgenommen wurde, das es ist, kam, über das Wochenende von arabischen Hetzmedien aus dem Kontext gerissen und aufgebauscht, in der deutschen Politik an, die nur darauf gewartet zu haben scheint.

Parteiübergreifend ist die Empörung über die »Menschenverachtung« Itamar Ben-Gvirs groß, selbst die blau-braune »Alternative« befindet, er habe mit »inakzeptablen« Worten »eine klare Grenze« überschritten. Während aus der CDU die Forderung nach nationalen oder europäischen Sanktionen gegen den israelischen Politiker laut wurde, brannten vor allem im »linken« Lager alle Sicherungen durch und werden einmal mehr Kollektivstrafen gegen Israel verlangt.

Exemplarisch für ihre Partei »Die Linke« ruft deren Lea Reisner nach einem Ende des europäischen Assoziierungsabkommens mit Jerusalem und einer Einstellung deutscher Waffenexporte nach Israel. Es sei, hatte Itamar Ben-Gvir seinen Äußerungen vorangestellt, »kein Geheimnis, daß ich anderer Meinung bin als der Ministerpräsident«. Vom antisemitischen Wahn Befallene mögen es überhört haben oder wollen es ignorieren. Ihr Traum bleibt ein wehrloses Israel.

UNgeheuer

Seit mittlerweile über zwei Monaten brennt im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York eine »ewige Flamme«, mit der die Weltorganisation Imad El Samhouri ehrt, einen hochrangigen Terroristen der Hamas, den die israelischen Streitkräften 2025 ausschalten konnten. Für die Vereinten Nationen, ihren Generalsekretär António Guterres und Annalena Baerbock, die Präsidentin ihrer Vollversammlung, ist Imad El Samhouri ein »im Dienst gefallener« Kollege.

Während Imad El Samhouri Karriere machte bei der islamistischen Terrororganisation, die im Oktober 2023 mit barbarischer Gewalt über Israel herfiel und zum Auftakt ihrer antisemitischen »Al-Aksa-Flut« über 1.200 Menschen bestialisch abschlachtete und über 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppte, verdiente er seinen Lebensunterhalt als »Lehrer« und langjähriger »Direktor« einer als »Schule« bezeichneten Haßfabrik der berüchtigten UNRWA in Gaza.

Am 8. Juni 2026 erklärte UN-Generalsekretär António Guterres bei einer Gedenkfeier im Beisein der ehemaligen deutschen Außenministerin Annalena Baerbock, es sei ihm »Ehre und Privileg« gewesen, »an der Seite von Menschen« wie Imad El Samhouri arbeiten zu dürfen, er empfinde den Tod des Terroristen, der sich in einem Video der Hamas unzweideutig zur terroristischen Variante des Jihad bekennt, als eine »Tragödie, die schwer auf allen von uns« laste.

Hat die NGO UN-Watch das Doppelleben Imad El Samhouris aufgedeckt, der Vertreter der Vereinten Nationen immer wieder »politisch motivierte Kampagnen« unterstellen und deren Hinweise von ihnen daher regelmäßig ignoriert werden, müssen die sich freilich fragen lassen, weshalb es ihnen mit all ihren Beamten und Beauftragten, ihren Gremien und Ausschüssen innerhalb von Jahren, in denen ihm Kinder ausgeliefert waren, nicht gelang, einen wie Imad El Samhouri zu enttarnen.

Die Verantwortung »Palästinas«

Mehr als 8.000 Überlebende und Angehörige von Opfern des barbarischen Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 haben das Regime in Ramallah wegen dessen Verwicklungen auch in den islamistischen Terrorismus verklagt. Mit seiner alltäglichen Verherrlichung »palästinensischen« Terrors, argumentieren sie, insbesondere aber mit seinen »Märtyrerrenten« trage die »Palästinenserführung« um »Präsident« Abu Mazen Mitverantwortung für die »Al-Aksa-Flut«.

Zwar bezweifeln Juristen durchaus, daß es möglich ist, gerichtsfest einen Zusammenhang zwischen finanziellen Zuwendungen des PLO-Regimes an Terroristen der Hamas und deren Verbrechen am oder seit dem 7. Oktober 2023 herzustellen. Doch selbst wenn deshalb der Ausgang des Verfahrens, das Jahre, womöglich Jahrzehnte dauern könnte, ungewiß ist, ist es nach wie vor überfällig, Ramallah für seine Verstrickungen in terroristische Aktivitäten zur Verantwortung zu ziehen.

Statt den »Staat Palästina« mit Anerkennung, »Aufbau-« und »humanitärer Hilfe« zu überschütten, sollte die internationale Gemeinschaft sich daran erinnern, daß die »Palästinenser« selbst einst erklärten, unter welchen Umständen eine »Zwei-Staaten-Regelungen« überhaupt erfolgreich umgesetzt werden könne: Dann nämlich, »wenn das palästinensische Volk eine Führung hat, die entschieden gegen den Terrorismus vorgeht« und sich demokratischen Grundsätzen verpflichtet fühlt.

Davon jedoch ist die Clique um »Präsident« Abu Mazen, der auch als Mahmoud Abbas insbesondere im Westen hofiert wird, noch immer weit, weit entfernt. Statt Terrorismus zu ächten, glorifiziert und belohnt sie ihn. Und das beginnt nicht erst mit ihren auch als »Pay for Slay« bekannten »Märtyrerrenten«, die weiterhin regelmäßig ausgezahlt werden, auch wenn Ramallah dies immer wieder zu leugnen versucht und manche seiner Sponsoren sich täuschen lassen (wollen).

Wenn ein Vertreter der berüchtigten und in Israel längst illegalen UNRWA noch Ende 2025 berichtet, »wir [haben] in diesem Schuljahr die Geschichte von Dalal Mughrabi aus dem Arabischunterricht für das fünfte Schuljahr gestrichen – sowohl im Westjordanland als auch im Gaza-Streifen«, stellt er damit ja nicht bloß seinem »Hilfswerk« ein vernichtendes Armutszeugnis aus, sondern vor allem Ramallah, wo die Lehrbücher entstehen, die auch die Vereinten Nationen nutzen.

Am 7. Oktober 2023 veröffentlichte das »Außenministerium« des »Staates Palästina« eine zynische Stellungnahme, mit der es das islamistische Massaker, dessen ganzes Ausmaß sich zu diesem Zeitpunkt wohl erst erahnen ließ, vorbehaltlos legitimierte und sich hinter die Hamas stellte: »Die Ungerechtigkeit und die Unterdrückung, unter der das palästinensische Volk leidet, sind Ursache dieser Explosion der Gewalt«. Entschiedenes Vorgehen gegen Terrorismus sieht anders aus.