Überflüssiges Kompliment

Niemand wird zurückgelassen: Die israelischen Streitkräfte haben am Montag die sterblichen Überreste von Ran Gvili in Gaza geborgen und nach Israel gebracht. Gemeinsam mit anderen hatte der Polizist, der sich eigentlich von einem Schulterbruch erholen sollte, war am 7. Oktober 2023 gefallen, als er im Kibbutz Alumim gegen »palästinensische« Angreifer kämpfte. Die Hamas-Terroristen und ihre Komplizen verschleppten seine Leiche bei ihrem Rückzug nach Gaza.

Über 840 Tage nach dem barbarischen Überfall der islamistischen Terrororganisation und ihrer Verbündeten in der von Teheran gelenkten »Achse des Widerstands« auf Israel sind endlich alle Geiseln aus der Gewalt der Hamas befreit. Ein Ziel des Kampfes gegen die Organisation ist damit erreicht. Hat die US-Regierung jüngst den Beginn der zweiten Phase der seit Oktober geltenden Waffenruhe ausgerufen, stehen nun Entwaffnung und Zerschlagung der Hamas noch aus.

Daß ausgerechnet Präsident Donald J. Trump aus Anlaß der Überführung der Überreste Ran Gvilis den Islamisten ein Kompliment macht, dürfte dabei freilich nicht unbedingt hilfreich sein. »Sie haben sehr hart gearbeitet«, erklärte er gegenüber der Website Axios, »die Leiche zu finden. Sie haben dabei mit Israel zusammengearbeitet«. Man könne sich »vorstellen, wie schwer das gewesen« sei. Das klingt nicht »nur« nach einem Bückling vor der Terrororganisation, es ist einer.

Ohne ihre antisemitische Mordlust, mit der die Hamas und ihre Komplizen nach mehrjährigen Vorbereitungen am 7. Oktober 2023 in Israel einfielen, um es endgültig von der Landkarte zu wischen und seine jüdische Bevölkerung auszulöschen, gäbe es heute vermutlich auch keinen nach Donald J. Trump benannten »20-Punkte-Plan für einen Frieden in Gaza«. Vielleicht sollte der US-Präsident in seinen Dankesworten auch die »harte Arbeit« der Hamas auf dem Weg dahin würdigen.

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