Südafrikanische Selbstdemontage

Das vom ANC dominierte Regime in Pretoria hat Ariel Seidman, den Leiter der israelischen Vertretung in Südafrika, zur unerwünschten Person erklärt und den Diplomaten zum Verlassen des Landes innert dreier Tage aufgefordert. Pretoria wirft dem ranghöchsten Repräsentanten des jüdischen Staates in dem Land vor, den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa »beleidigt« und diplomatische Gepflogenheiten nicht beachtet zu haben.

Spätestens seit dem barbarischen Überfall der Hamas und ihrer Komplizen auf Israel am 7. Oktober 2023 haben sich die freilich ohnehin nicht von überbordender Freundschaft geprägte zwischensaatliche Verhältnis deutlich verschlechtert. Der damals in Pretoria noch alleinregierende ANC unterhält traditionell enge Beziehungen zur Hamas, und noch Anfang Dezember 2023 begrüßte und feierte die Bewegung eine Delegation der islamistischen Terrororganisation in Südafrika.

Im gleichen Monat beschuldigte das ANC-Regime den jüdischen Staat vor dem Internationalen Gerichtshof (ICJ) in Den Haag des »Völkermords«. Bereits im Monat zuvor hatte das südafrikanische Parlament auf Antrag der damaligen Oppositions- und heutigen Koalitionspartei Economic Freedom Fighters über eine Schließung der israelischen Botschaft in dem Land beraten, um seiner Solidarität mit den Babyschlächtern und Vergewaltigern des Hamas Ausdruck zu verleihen.

Jerusalem hatte Eliav Belotserkovsky, seinen Botschafter, aus Anlaß der Ansetzung dieser Debatte »zu Beratungen« nach Israel zurückbeordert. Nachdem Pretoria durch eine Einladung an die Islamische Republik Iran, deren Regime gerade die Straßen des Landes blutrot färbte, zu einem gemeinsamen Manöver in diesem Monat noch einmal zeigte, an wessen Seite es steht, bekräftigt es seinen völligen moralischen Bankrott mit Ariel Seidmans Ausweisung nun nur noch einmal.

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