Schlagwort: Roger Waters

Schöne Geste

Roger Waters, ein britischer Musiker, der seine unverdiente Prominenz in den Dienst der antisemitischen BDS-Bewegung gestellt hat, ist verärgert über seinen früheren Bandkollegen David Gilmour. Der soll ihn von der offiziellen Pink Floyd-Website »verbannt« haben. Roger Waters, der die Band 1985 verließ, klagt, auf der Website würde seine Neuaufnahme eines Stücks der Band nicht erwähnt.

»›Warum ist dieses Video nicht auf einer Website verfügbar, die sich selbst Pink-Floyd-Website nennt? Nun, die Antwort darauf ist, dass nichts von mir auf der Website zu finden ist. Ich bin von David Gilmour von der Website verbannt worden‹, sagte Waters [..].«

Mit der »Verbannung« soll David Gilmour Roger Waters den Zugang zu den 30 Millionen Fans der Website verweigern. Die seien doch Anhänger von Pink Floyd, barmt Roger Waters, und sollten daher erfahren können, was ihn heute beschäftige. David Gilmour kommentiert die Vorwürfe nicht, über seine Beweggründe kann daher nur spekuliert werden. Sein Vorgehen ist aber nur zu begrüßen.

Denn wenn Roger Waters sich die Zeit nicht mit Klagen über ehemalige Kollegen vertreibt, träumt die verfolgte Unschuld gerne auch öffentlich von einem Ende Israels. Erst wenige Tage ist es her, da sang er vor Unterstützern der BDS-Bewegung in einer Videokonferenz, man werde sich »das Land vom Fluß bis zum Meer zurückholen«, und brachte so unzweideutig zum Ausdruck, worum es ihm geht.

Diese und weitere antisemitischen Aktivitäten Roger Waters’ sollten ein ausreichender Grund sein, nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen und ihn »die eigene Medizin schmecken zu lassen«, wie Ido Aharoni schreibt. Wer die Vernichtung des einzigen jüdischen Staates propagiert, Juden und Menschen, die Kontakte zu ihnen pflegen, ausgrenzen will, dem sollte keine Bühne geboten werden.

Ordinärer Haß

Mitte Mai wird in Tel Aviv der 64. Eurovision Song Contest ausgetragen. Gut 100 Tage vor dem Ereignis, das unter dem Motto »Wage zu träumen« (»Dare to dream«) steht, werden in den 42 teilnehmenden Staaten die Künstler bestimmt, die ihr Land bei dem Wettstreit vertreten sollen und darauf hoffen dürfen, es mit ihrem Sieg zum Austragungsort der 65. Auflage des Spektakels zu machen.

Seit das im vergangenen Jahr der israelischen Künstlerin Netta gelang, mobilisieren in ganz Europa Feinde des jüdischen Staates gegen den ESC in Tel Aviv und schrecken in ihrem von Antisemitismus und Homophobie geprägten Haß auch nicht davor zurück, Teilnehmern Gewalt bis hin zum Mord anzudrohen, wie etwa der 19 Jahre alte französische Sänger Bilal Hassani berichten kann.

Im britischen Guardian springen den gewaltbereiten Hetzern derweil allerlei kulturschaffende Antisemiten bei, die im Namen von – ausgerechnet – Zivilisation und Menschenrechten an die British Broadcasting Company (BBC) appellieren, doch noch für eine Verlegung des ESC zu sorgen oder den Wettbewerb zu boykottieren. Unterzeichnet ist das Pamphlet von den üblichen Berüchtigten.

Natürlich schaffen es Peter Gabriel, Ken Loach, Roger Waters et al. nicht, mit auch nur einem Wort sich von jener Hetze und Gewalt zu distanzieren, mit der Künstler wie Bilal Hassani sich konfrontiert sehen. Und das verrät nicht nur, wie gleichgültig diesen Gestalten die Werte sind, auf die sie sich zu berufen wagen, sondern, daß Antisemitismus und Gewalt untrennbar zusammengehören.