Schlagwort: Hamas

Fragwürdige Aufbauhilfe

Das Emirat Katar will sich nach Angaben des Außenministeriums in Doha weiter in Gaza engagieren. Wie es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung heißt, hat das 2012 gegründete Qatar Gaza Reconstruction Committee ein Abkommen unterzeichnet, nach dem es beinahe die gesamten Kosten des Kraftwerks und des Stromnetzes in dem von der terroristischen Hamas kontrollierten Gebiet übernimmt.

Nachdem Katar bereits monatlich 30 Millionen Dollar nach Gaza transferiert, um damit den Betrieb des Kraftwerks, die Bezahlung der »zivilen Angestellten« des Hamas-Regimes und die Versorgung armer Familien zu finanzieren, stützt und stärkt das Emirat mit dem neuen Abkommen die Herrschaft des »palästinensischen« Arms der Ikhwan noch weiter, entlastet aber auch das Regime in Ramallah.

Dienen die Zuwendungen aus Doha vordergründig zwar durchaus der Absicherung des Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza, wäre dies allerdings Aufgabe entweder der Hamas, die sich 2007 gewalttätig an die Macht putschte, oder mehr noch des PLO-Regimes in Ramallah, das ja auf internationaler Ebene beansprucht, die »einzige legitime« Vertretung »palästinensischer« Interessen darzustellen.

Beiden Terrororganisationen nimmt Katar mit seinem Engagement Verantwortung ab und erspart ihnen so, sich gegenüber den »Palästinensern« für ihr Handeln, für ihren kaum überzeugenden Umgang mit anderen internationalen Zuwendungen rechtfertigen zu müssen. Zugleich untergräbt Doha mit seinem Gaza-Engagement indes auch den Alleinvertretungsanspruch der »Palästinenserführung« in Ramallah.

Auch wenn die Regierung in Jerusalem nicht gegen die Transfers Dohas nach Gaza opponiert, bleiben sie fragwürdig, zumal sie – sofern überhaupt – mit allenfalls schwachen Forderungen an die Hamas verbunden sind. So mag das Engagement des Emirats durchaus stabilisierend wirken. Das bedeutet aber auch, daß eine dadurch gestärkte Hamas mehr Ressourcen für ihren Krieg gegen Israel erhält.

Natürliche Wahl

Delphine zählen zu den intelligentesten Lebewesen des Planeten. Wie die amerikanische Forscherin Lori Marino herausgefunden hat, sollen sie ähnlich intelligent sein wie Menschen, locker überflügeln sie Menschenaffen wie Schimpansen und Gorillas. Delphine können nach jüngeren Forschungen als Individuen gelten, ihnen müßten daher, so Aktivisten, sogar ähnliche Rechte zustehen wie Menschen.

Es kann vor diesem Hintergrund kaum verwundern, daß die ohnehin sympathischen Meeresbewohner offenbar wenig von den Islamisten der Hamas halten und sich zum Zionismus hingezogen fühlen und dem jüdischen Staat. Während allerlei Menschen sich noch von den ideologisch irgendwo im Mittelalter lokalisierbaren Islamisten vereinnahmen lassen, würde kein Delphin sich diese Blöße geben.

Glauben die in Gaza herrschenden Islamisten in diesen Tagen, sie müßten sich feiern für die Gefangennahme eines »zionistischen Mörder-Delphins«, demonstrieren sie damit tatsächlich, daß Flipper & Co. nicht dümmer sein können als sie. Denn vor allem ist es den Islamisten mit ihrem peinlichen Jubel gelungen, die Aufmerksamkeit auf einen für sie selbst und ihre Anhänger blamablen Umstand zu lenken.

Intelligente Lebewesen begeistern sich für den Zionismus und das zionistische Projekt, nicht für Allah oder eine ominöse »palästinensische Sache«. Wo es nötig wird und ihnen möglich ist, da kämpfen sie vielmehr sogar aufopferungsvoll für Israel – und gegen die Hamas, den »palästinensischen« Ableger der Ikhwan. Womöglich übertreffen Delphine mit ihrer Intelligenz tatsächlich einige Zweibeiner.

Botschafterin des Hasses

Die vor allem für ihre Mitwirkung in den Verfilmungen der Harry Potter-Reihe bekannte Schauspielerin Emma Watson hat sich mit der »Free Palestine«-Bewegung solidarisiert. In ihrem Instagram-Kanal veröffentlichte die Britin ein um einen Slogan, nach dem »Solidarität« eine Aufforderung zum Handeln sei, ergänztes Foto einer »propalästinensischen« Demonstration, die im vergangenen Mai stattfand.

Die »Free Palestine«-Bewegung gehört zum Umfeld des weltweit aktiven antisemitischen BDS Movements, das terroristische Organisationen wie die PFLP ausdrücklich als »Verbündete« betrachten. Im Mai 2021 veranstaltete sie »Demonstrationen«, auf denen gegen Israel »protestiert« wurde, auf das die in Gaza herrschende Hamas vom 10. bis zum 18. Mai insgesamt weit über 3.000 Raketen abfeuerte.

Emma Watson stellt sich mit ihrer Solidaritätserklärung an die Seite der Islamisten, die Gaza zu einer Abschußbasis für ihre Raketen gemacht haben, mit denen sie auf Gemeinden und Städte im Süden Israels zielten, bis zu einer »Waffenruhe«, die am 21. Mai begann, waren es bereits mindestens 4.000, und der BDS-Bewegung, die als »ziviles« Aushängeschild des Terror-Kriegs gegen Israel fungiert.

Ahnungslosigkeit, die in einen Irrtum mündete, ist Emma Watson nicht zuzubilligen. Die 31jährige Britin ist vielfach politisch aktiv: Im November etwa moderierte sie für die New York Times eine Diskussion über den Klimawandel, für die Vereinten Nationen ist sie seit 2014 Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte, Anfang 2017 demonstrierte sie in Washington gegen Präsident Donald J. Trump.

Emma Watson ist nicht naiv, sie wußte, was sie mit ihrem Statement tut oder hätte es wissen können. Während Joanne K. Rowling, die Schöpferin des Harry Potter-Universums, wegen ihres vielfachen Einsatzes gegen eine antisemitische Ausgrenzung Israels angegriffen wird, fraternisiert die Darstellerin ihrer Hermione Granger mit antisemitischen Boykotteuren und legitimiert islamistische Terroristen.

Stimme »Palästinas«

»Palästinensische« Terroristen haben am Neujahrstag mindestens zwei Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert, die im Mittelmeer vor Tel Aviv niedergingen, haben die israelischen Streitkräfte bei Angriffen terroristische Infrastruktur der Hamas in Gaza zerstört. Die angemessene Antwort Israels auf einen terroristischen Angriff scheint dem Regime um »Präsident« Abu Mazen nicht zu gefallen.

Auf Facebook läßt es Wafa, seine amtliche »Nachrichtenagentur«, unter dem einschlägigen Schlagwort #GazaunderAttack in englischer Sprache klagen: »So sehen die Neujahrsgrüße der israelischen Besatzungsarmee für die Palästinenser in Gaza am ersten Tag des Jahres 2022 aus«. Ramallah leugnet damit erneut »palästinensischen« Terrorismus und versucht zugleich, Israels Antwort zu kriminalisieren.

Das Regime um »Präsident« Abu Mazen, das beansprucht, die »einzige legitime Vertretung der Palästinenser« zu sein, demonstriert mit seiner verleumderischen Anklage aber auch seine ganze eigene Verachtung für die »Palästinenser« in Gaza, das seit 2007 von der Hamas, dem »palästinensischen« Ableger der Ikhwan, beherrscht wird, ein Umstand, den die »Palästinenserführung« zuerst beklagen müßte.

Ist schon keinem Menschen zu wünschen, von der sich »Palästinenserführung« schimpfenden Clique repräsentiert und »regiert« zu werden, ist die Herrschaft der Islamisten in Gaza eine wohl noch weit größere Zumutung. Seit die Fatah ihn aufgegeben hat, stürzte die Hamas den Küstenstreifen in mehrere kriegerische Auseinandersetzungen mit Israel und sorgte dafür, daß auch Kairo Gaza isoliert.

Die »Palästinenserführung« hätte also guten Grund, jeden Angriff auf die Hamas und deren Verbündete, die sich zumal immer mehr als Alliierte der Mullahs in Teheran verstehen, zu begrüßen. Eigentlich müßte sie, ginge es ihr um das Wohl der »Palästinenser« unter dem Joch der Hamas oder auch »nur« um ihren Alleinvertretungsanspruch, tatsächlich sogar deren Zerschlagung fordern und unterstützen.

Indem Ramallah lieber das israelische Vorgehen gegen die Islamisten denunziert, offenbart die Clique um Abu Mazen ihre ganze ideologische Verblendung und verrät darüber die »Palästinenser« in Gaza. Damit freilich stellt die »Palästinenserführung« erst recht ihren (ohnehin nicht legitimierten) Anspruch infrage, ein »Palästina« zu repräsentieren. Für ihre Verantwortungslosigkeit verdiente sie Ächtung.

Geschichten aus »Palästina«

Ein »palästinensischer« Angreifer hat in den Morgenstunden bei einem Anschlag in der israelischen Hauptstadt Jerusalem mehrere Menschen verletzen können, von denen einer im Krankenhaus verstarb. Sicherheitskräften gelang es, den mit einer offenbar improvisierten Schußwaffe und einem Messer bewaffneten »Palästinenser« am Tatort auszuschalten, bevor er weitere Menschen attackieren konnte.

Der Täter war ein islamistischer Prediger, der eng mit der Hamas verbunden war. Die in Gaza herrschenden Islamisten beanspruchen die Verantwortung für die Tat zwar nicht, feiern sie aber als »heroischen Akt«. Nachdem am Mittwoch ein »palästinensischer« Jugendlicher in der Altstadt von Jerusalem andere Menschen attackiert hatte, war die jüngste bereits die zweite Bluttat innert weniger Tage.

Während die Hamas mit ihrem Beifall die nicht eben friedlichen Absichten des Angreifers, der nach manchen »palästinensischen« Angaben auch ein »hochrangiges Mitglied« der islamistischen Terrororganisation gewesen sein könnte, anerkennt, versucht das in Ramallah residierende PLO-Regime um »Präsident« Abu Mazen ihn als unschuldiges Opfer schießwütiger israelischer Polizisten darzustellen.

Wafa, ein amtliches Sprachrohr der maßgeblich von Europa finanzierten Clique in Ramallah, meldet unter Berufung auf »Augenzeugen«, »israelische Besatzungstruppen« hätten »das Feuer auf einen Palästinenser eröffnet«. Erst im vierten und letzten Absatz ihrer Meldung heißt es, die »israelische Polizei behauptet«, der »Palästinenser« habe »auf Beamte geschossen und einen von ihnen getötet und drei verletzt«.

Konsequenter Schritt

Nachdem die Regierung in Jerusalem vor einigen Tagen sechs »NGO« der angeblichen »Palästinensischen Zivilgesellschaft« wegen ihrer engen Verflechtungen mit der PFLP als terroristische Organisationen geächtet und ihnen damit ihre Arbeit in Israel untersagt hat, übernahmen nun auch die in den C-Gebieten für die Gewährleistung der Sicherheit zuständigen israelischen Streitkräfte diese Einstufung.

Damit sind den betroffenen »NGO« jetzt auch Aktivitäten in den gemäß den Osloer Verträgen unter vollständiger israelischer Kontrolle stehenden Teilen der umstrittenen Gebiete untersagt. Die Entscheidung der israelischen Streitkräfte ist nur folgerichtig. Es wäre kaum glaubwürdig, die »NGO« in Israel zu verbieten, nicht jedoch in den ebenfalls unter israelischer Kontrolle stehenden C-Gebieten.

Die Regierung in Jerusalem ebenso wie die Streitkräfte des jüdischen Staates demonstrieren damit, daß es ihnen ernst ist mit ihrem Kampf gegen den »palästinensischen« Terrorismus. War die Entscheidung Jerusalems von einer seltsamen Phalanx »kritisiert« worden, in der sich manch westliche Regierung etwa neben der Hamas wohlfühlte, ist die der Streitkräfte nun auch ein Signal an diese »Kritiker«.

Offenbar taugten ihre »Argumente«, mit denen sie Jerusalem in den letzten Tagen zu überzeugen suchten, daß selbsterklärte »Menschenrechtsaktivisten« unter keinen Umständen Terroristen unterstützen würden, wenig. Verbergen Terroristen sich unter »Zivilisten«, liegt es eigentlich nahe, daß sie sich auch organisiert »zivil« geben, um ihren Aktivitäten nachzugehen, sie zu finanzieren und zu glorifizieren.

Traurigerweise ist kaum davon auszugehen, daß die internationale Unterstützung, die auch die nunmehr verbotenen »NGO« leider bisher erfuhren, demnächst versiegt. Desto mehr ist zu hoffen, daß die Behörden in Israel und die israelischen Sicherheitskräfte in den C-Gebieten die Verbote jetzt tatsächlich umsetzen aktiv gegen die geächteten »NGO« vorgehen, aber auch deren Unterstützer konsequent benennen.

Selbstverschuldete Not

Das »Energieministerium« der in Gaza herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas hat vor einem Zusammenbruch der öffentlichen Stromversorgung in dem Küstenstreifen gewarnt. Dem »einzigen Kraftwerk in Gaza« geht nach der Mitteilung der Treibstoff zum Betrieb der Turbinen zur Erzeugung elektrischen Stroms aus, nachdem seit Dienstag keine Diesellieferungen mehr angekommen seien.

Die Islamisten machen Israel für ihre Probleme verantwortlich, ohne ihre Vorwürfe allerdings weiter zu erläutern. In die Versorgung Gazas mit Treibstoff sind freilich zahlreiche Parteien involviert: Finanziert werden die Diesellieferungen, die über den Übergang Kerem Shalom Gaza erreichen, von Katar, organisiert werden sie vom Regime in Ramallah und abgewickelt von den Vereinten Nationen.

Für Lieferengpässe im vergangenen Juli war nach Angaben der Regierung in Jerusalem das PLO-Regime verantwortlich, dessen zuständige »Behörden« die Kooperation mit israelischen Stellen verweigert hatten. Allerdings hatte Jerusalem seine Zustimmung zu zukünftigen Treibstofflieferungen nach Gaza über sein Territorium auch davon abhängig gemacht, daß die Hamas israelische Geiseln freilasse.

Letzteres ist bislang nicht geschehen, völkerrechtswidrig verweigern die Islamisten zudem jede Information über das Schicksal der in Gaza vermuteten israelischen Bürger. Gleichzeitig beliefert Israel Gaza auch direkt mit elektrischer Energie, die Leitungen werden jedoch immer wieder von dort aus unter Beschuß genommen, zuletzt etwa im Mai, als die Hamas Israel mit Hunderten Raketen attackierte.

Auch die aktuelle Energiekrise – falls es sie tatsächlich gibt – ist daher vor allem eine Folge des von den »Palästinensern« gegen Israel geführten terroristischen Krieges, einer fortdauernden Aggression, trotz derer deren Ziel Gaza nicht komplett abriegelt, wegen der Jerusalem aber ohne Frage jedes Recht dazu hätte. Droht Gaza ein Stromausfall, sind dafür zuerst die »Palästinenser« selbst verantwortlich.

»Kriegsverbrechen«

Bei Krawallen in der Nähe von Nablus in den umstrittenen Gebieten sollen israelische Sicherheitskräfte nach »palästinensischen« Angaben einen Jugendlichen getötet haben, dessen Alter mal mit 13, mal mit 15 Jahren angegeben wird. Der »palästinensische« Jugendliche soll bei den gewalttätigen Krawallen von einer Kugel getroffen worden und später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen sein.

Während die »palästinensische« Propaganda bei der Altersfrage noch schwächelt, werfen Mohammad Shtayeh, der »Premierminister« in Ramallah, und die Hamas in trauter Einigkeit Israel bereits ein »Kriegsverbrechen« vor. Die israelischen Streitkräfte haben derweil bestätigt, daß sich Soldaten gegen Angriffe mit Steinen und Brandsätzen verteidigt hätten, und weitere Untersuchungen angekündigt.

»Palästinensische« Kinder und Jugendliche wachsen in einer Gesellschaft auf, in der Angriffe auch auf israelische Soldaten glorifiziert werden. Erst vor wenigen Tagen sangen Kinder im Programm des amtlichen Fernsehens des PLO-Regimes, sie würden »unser Leben im Kampf um die Freiheit opfern« wollen. Eine Mutter rezitierte Verse, nach denen ihr Sohnes dazu bestimmt sei, als »Märtyrer« zu sterben.

Als eine absehbare Folge dieser Indoktrination lassen sich »palästinensische« Jugendliche immer wieder vorschicken, um aus einem Mob heraus Sicherheitskräfte zu attackieren und so Anerkennung zu suchen. Diese Taktik ist nicht neu, schon »Nahost-Experten« der DDR analysierten so bewundernd wie entlarvend, »hinter den 10- bis 20jährigen stehen, sympathisierend und unterstützend, die Älteren«.

Für den Tod des 13- oder 15jährigen Jungen, den die »Palästinenser« nun so laut beklagen und den ihre »Führungen« und wohl bald auch ihre »Zivilgesellschaft« Israel anlasten, sind sie jedenfalls mitverantwortlich. Wer Kinder systematisch zum »Märtyrertum« erzieht, riskiert deren Gesundheit. Eine Zivilgesellschaft, die diese Bezeichnung verdiente, suchte den Konflikt zu ent-, statt ihn zu verschärfen.

Bedenkliche Gesprächsbereitschaft

Immer wieder machen Gerüchte die Runde, Israel und die in Gaza herrschende islamistische Terrororganisation Hamas könnten sich, vermittelt durch Ägypten, auf etwas verständigen, das die Begnadigung und Entlassung einer gewissen Zahl »palästinensischer« Terroristen aus israelischer Haft umfaßt. Was genau dran ist an solchen Gerüchten ist ungewiß, in Ramallah jedenfalls sorgen sie für Unruhe.

Ganz offenbar nämlich will die Hamas dafür sorgen, daß im Rahmen einer solchen Abmachung mit Jerusalem auch Marwan Barghouti freikommt, ein unter »Palästinensern« leider sehr populärer »Führer« der Fatah, der wegen seiner Verwicklung in mehrere Anschläge eine mehrfach lebenslange Haft verbüßt. Käme er auf Betreiben der Hamas frei, könnte das den Islamisten einigen Zulauf bescheren.

Für das Regime in Ramallah freilich bedeutete ein solcher »Erfolg« der Hamas einen weiteren Ansehensverlust. Hatte »Präsident« Abu Mazen kürzlich in einer Rede an die Vollversammlung der Vereinten Nationen erklärt, für eine Freilassung »all unserer Gefangenen« zu kämpfen, versucht er nun, eine Einigung zwischen der Hamas und Jerusalem zu sabotieren: Marwan Barghouti soll in Haft bleiben.

So sehr man ihm den Mißerfolg gönnt, die Bloßstellung durch die Hamas, so wenig allerdings sollte Israel der Hamas einen Triumph verschaffen, zumal es sich bei dem und den Inhaftierten, die sie freipressen will, um Schwer- und Schwerstverbrecher handelt und keineswegs um »politische Aktivisten« oder »Kämpfer für Frieden und Freiheit«, als die sie auch der »Präsident« des PLO-Regimes glorifiziert.

Falls die Regierung in Jerusalem tatsächlich auf ein Angebot der Islamisten eingehen, kann sie dafür hoffentlich einige gute Gründe aufführen. Eine Vereinbarung mit den Islamisten, die für eine Freilassung inhaftierter Terroristen sorgt, sendet nämlich ganz zwangsläufig auch das Signal aus, daß Israel erpreßbar ist, daß Terrorismus sich letztlich auszahlt. Diese Demütigung sollte Jerusalem sich ersparen.

Ende einer Illusion

Zwei Wochen nach ihrem Ausbruch aus der Haft in einem israelischen Gefängnis sind die sechs geflüchteten Terroristen wieder gefaßt worden. Wie israelische Medien berichten, konnten die letzten beiden der Verbrecher von den israelischen Sicherheitskräften in Jenin festgesetzt werden. Den Angaben zufolge ergaben sie sich ohne Widerstand den Einsatzkräften, die ihren Unterschlupf umstellt hatten.

Die Flucht der sechs »palästinensischen« Terroristen, fünf von ihnen sind Mitglieder des Islamic Jihad, war vor zwei Wochen entdeckt worden. Offenbar war es ihnen und möglichen Komplizen gelungen, unbemerkt einen Tunnel zu graben, den sie für ihre Flucht nutzten. Begünstigt wurde ihr Ausbruch auch durch Versäumnisse und Sicherheitslücken, die nun ausgemacht und beseitigt werden müssen.

Während die sechs Ausbrecher, an deren Händen das Blut zahlreicher Menschen klebt, in Israel auf wenig Sympathie stießen, so sollen Hinweise aus der arabischen Bevölkerung zur vergleichsweise raschen Festnahme von vier der Verbrecher beigetragen haben, begeisterten die »Palästinenser« sich in den von der PLO und der Hamas beherrschten Gebieten nahezu ausnahmslos für die vielfachen Mörder.

Freilich sind »unsere Gefangenen« dort ohnehin Gegenstand alltäglicher Glorifizierung, die international als »Palästinenserführung« anerkannte Clique um »Präsident« Abu Mazen belohnt Terroristen gar mit lebenslangen »Märtyrerrenten« für ihre Verbrechen, doch auch die »Zivilgesellschaft«, die sich oft als Opposition zu den »palästinensischen« Eliten sieht, identifizierte sich mit den Flüchtigen.

Die Hamas griff Israel nach der Festnahme der ersten der Ausbrecher mit Raketen an, das Regime in Ramallah rief einen »Tag des Zorns« aus, gewalttätigen Ausschreitungen, zu denen die »Palästinenser« sich gern aufrufen ließen. Nennenswerte »palästinensische« Kritik an dieser deshalb erst recht entlarvenden Selbstdarstellung gab es nicht. Mit diesem »Palästina« kann es keinen Frieden geben.