Schlagwort: Ahed Tamimi

Fanatismus

Die vor kurzem vorzeitig aus israelischer Haft entlassene Ahed Tamimi hat sich gegenüber einem libanesischen Fernsehsender lobend über Hassan Nasrallah geäußert, den Anführer der islamistischen Hisbollah. Mit ihrer Sympathiebekundung für die »Partei Gottes«, die in zivilisierteren Staaten als terroristische Organisation verfolgt wird, löste die Straftäterin Proteste unter ihren Anhängern aus.

Denn offenbar hatte Ahed Tamimi vergessen, an wessen Seite Hassan Nasrallahs Hisbollah in Syrien kämpft. Bashar al-Assad, der Blutsäufer von Damaskus, hat in seinem Krieg gegen die »eigene« Bevölkerung auch Verbrechen gegen »Palästinenser« begangen. Yarmouk etwa, ein von »Palästinensern« bewohntes Viertel von Damaskus, bezeichneten selbst die Vereinten Nationen als »Todeszone«.

Ahed Tamimi pries Hassan Nasrallah dennoch, dessen Hisbollah einen nicht geringen Anteil daran hat, daß Bashar al-Assad wohl auch weiterhin über Syrien herrschen kann, als einen Führer, der »unsere Moral gestärkt hat, nicht nur meine Moral, sondern die vieler Menschen, denn ich repräsentiere das Volk«. Auch dieser selbstherrliche Tonfall mißfiel offenbar nicht wenigen »Palästinensern«.

Mit ihrem Kompliment für Hassan Nasrallah hat sich die leider auch in westlichen Medien oft »Ikone des friedlichen [sic!] Widerstands« Gefeierte nicht nur einmal mehr als Anhängerin gar nicht so friedlichen Methoden entlarvt. Indem sie sich damit aber auch noch zu einer Vertreterin der »Palästinenser« hochstapelte, verriet sie eine Hybris, die selbst auf einige ihrer Anhänger abstoßend wirkt.

Verpfuschtes Leben

Nach mehrmonatiger Haft in einem israelischen Gefängnis ist am Sonntag Ahed Tamimi vorzeitig wieder in eine Gesellschaft entlassen worden, die sich in den vergangenen Jahren redlich gemüht hat, das Leben der jungen »Palästinenserin« zu ruinieren. Bisheriger Höhepunkt dieses »Lebens« war Ahed Tamimis Angriff auf israelische Soldaten, der Ende 2017 zu ihrer Festnahme führte.

Über Jahre hatten Eltern, weitere Familienangehörige, zu denen auch die Terroristin Ahlam Tamimi gehört, Bekannte und »Freunde« das junge Mädchen immer wieder dazu gebracht, die Konfrontation mit israelischen Sicherheitskräften zu suchen, sie verbal und tätlich zu bedrohen und anzugreifen. Die freilich vergeblichen Provokationen hielten sie auf Video fest und veröffentlichten sie.

Ihre stets von lautem Geschrei und oft von Tränen begleiteten und immer professioneller werdenden Selbstinszenierungen als Opfer brachten Ahed Tamimi bald den nicht eben anerkennend gemeinten Spitznamen »Shirley Temper« ein, während gleichzeitig auch die Zahl ihrer Anhänger wuchs. Sie wurde zur »Ikone des Widerstands« hochgejubelt und gefiel sich auch in dieser Rolle.

Mit zunehmendem Alter wurde Ahed Tamimi, die derzeit angeblich 17 Jahre alt ist, vom Opfer ihrer Eltern zu deren Komplizin, als sie – auf Einladung »linker« Abgeordneter – im Europäischen Parlament die ebenfalls anwesende Flugzeugentführerin Leila Khaled zu ihrem Vorbild erklärte und sich stolz mit der Terroristin ablichten ließ, war das ihre Entscheidung, nicht mehr die ihrer Eltern.

Noch vor ihrer Festnahme machte Ahed Tamimi sich – ebenfalls von ihrer Mutter auf Video festgehalten – Gedanken über die Perspektiven eines Lebensendes als »Märtyrerin«. Vielleicht ahnte sie da, daß sie, da sie kaum mehr als »Kind« durchgeht, auch für die, die ihr noch Beifall spenden, immer weniger attraktiv wird. Ihr eigener Clan promotet mit »Janna Jihad« bereits eine Nachfolgerin.

Ahed Tamimi jedenfalls hat die Chance, die ihr die Haft bot, nicht genutzt. Ihrem Schuldeingeständnis, das sie im Rahmen einer Verabredung mit der Anklage abgab, ließ sie keine erkennbare Reue folgen. Nach ihrer Entlassung erklärte sie, ihren »Kampf« fortsetzen zu wollen. Dafür durfte sie gestern ihren »Präsidenten« Abu Mazen besuchen, sich vor dem Terroristen Yassir Arafat verneigen.

Und auch ein Möchtegern-Sultan wollte sich mittels eines Anrufs noch einmal in ihrem zweifelhaften Ruhm sonnen. Der gleichwohl wird schwinden, denn als Postergirl hat eine erwachsene Ahed Tamimi ausgedient. Ihre Anhängerschaft wird sich neue Idole suchen. Will die »Palästinenserin« in ihrer Gesellschaft nicht vergessen werden, wird sie ihr Leben wegwerfen müssen. Sie hatte nie eins.

Glashaus

Der konservative Politiker Alistair Burt macht sich als der in der Regierung in London für den Nahen Osten zuständige Minister Sorgen um Ahed Tamimi. Die »Palästinenserin« gehöre einer Generation an, die in Frieden aufwachsen sollte, doch vom israelisch-»palästinensischen« Konflikt vergiftet werde. Für Großbritannien seien die Rechte Ahed Tamimis und ihrer Generation wichtig.

»Wir haben den israelischen Autoritäten Unterstützung durch britische Experten angeboten. Dieses Angebot gilt noch immer. Wir hoffen, die israelische Regierung wird es annehmen«, heißt es in der Erklärung des Ministers. Leider scheinen Zweifel an der Kompetenz der Experten, die Alistair Burt großzügig anbietet, angebracht. Denn der Blick hinter britische Gefängnismauern ist ernüchternd.

So beklagt etwa das HM Inspectorate of Prisons, eine dem Justizministerium in London unterstellte Kontrollkommission, in seinem jüngsten Bericht die schlechten Haftbedingungen für minderjährige Gefängnisinsassen: Da ist die Rede von Kindern, denen eine tägliche Dusche verwehrt werde, von Jugendlichen, die 23 Stunden täglich in ihren Zellen verbringen müßten, von Unterrichtsausfall.

Zwar fehle es beispielsweise nicht an motivierten Lehrern, die den jungen Straftätern Bildung vermitteln wollten, irgendwie schafften es aber die Gefängnisse nicht, potentielle Schüler und Lehrer zusammenzubringen. Es fehle an Wachpersonal, das die Jugendlichen begleiten könne. In der Haftanstalt Cookham Wood fallen so bis zu 40 Prozent der geplanten Unterrichtseinheiten aus.

Was könnten Alistair Burts Experten ihren israelischen Kollegen also beibringen? Von Ahed Tamimi war jüngst zu lesen, sie verbringe die Zeit hinter Gittern damit, Schularbeiten zu erledigen und insbesondere ihre Englischkenntnisse auszubauen. Es gehe ihr, sagt gar ihr Vater Bassem Tamimi, gut. Vielleicht könnte die Regierung in Jerusalem ihrerseits London mit ein paar Experten aushelfen.

Unvollkommene Gerechtigkeit

Mit einer Einigung zwischen Anklage und Verteidigung auf einen Deal endete in dieser Woche der Prozeß gegen Ahed Tamimi vor einem israelischen Militärgericht. Die angeblich 17 Jahre alte »Palästinenserin«, die vor über sechs Jahren schon als Dreizehnjährige vorgestellt wurde, bekannte sich in vier von zwölf Anklagepunkten schuldig und akzeptierte dafür eine Haftstrafe von 8 Monaten.

Die Angeklagte entgeht damit einer womöglich höheren Strafe und dürfte schon im Sommer entlassen werden. Zu hoffen bleibt, daß die Zeit in Haft die junge Frau davon abbringen, ihre zweifelhafte Karriere als »Shirley Temper« fortzusetzen. Diesen Spitznamen »verdiente« Ahed Tamimi sich als Hauptdarstellerin zahlreicher Filme, die ihre Angriffe auf israelische Soldaten dokumentieren.

Diese Filme, aufgenommen und veröffentlicht von ihre Eltern oder anderen Angehörigen, zeugen zugleich von dem über Jahre andauernden Mißbrauch eines Mädchens, das darob vom Opfer längst auch zur Mittäterin wurde. Als Täterin muß Ahed Tamimi nun eine Haftstrafe verbüßen, während die, die sie erst zum Opfer machten und zur Täterin werden ließen, standen leider nicht vor Gericht.

Dazu zählen neben ihren Angehörigen, die mit ihrer Cousine »Janna Jihad« bereits Ahed Tamimis Nachfolgerin aufbauen, all die, die ihr und ihren Taten applaudieren: eine Gesellschaft, die skrupellos Kinder vorschickt, Soldaten anzugreifen, aber auch international agierende Organisationen, die es rechtfertigen und beklatschen, junge Kinder zu Propagandazwecken in Lebensgefahr zu bringen.

Exemplarisch dafür seien die Aktivistinnen von CodePink genannt: Einerseits sehen sie es als ihren Daseinszweck an, Israel nach Kräften zu dämonisieren, gleichzeitig aber schweigen sie, wenn Eltern oder andere Verwandte »palästinensische« Kinder in den Kampf gegen dieses so verteufelte Israel schicken. Und dann, landen diese Kinder in Haft, heucheln sie noch Sorge um deren Wohl.

Und mit ihren Halluzinationen über Vergewaltigungen Ahed Tamimis in israelischer Haft waren die Aktivistinnen dann auch wieder bei ihrer Lieblingsbeschäftigung gelandet: der wüsten Hetze gegen Israel. Vielleicht reflektiert die »Palästinenserin« in den nächsten Wochen, wie sie in solchen und ähnlichen Kampagnen instrumentalisiert und mißbraucht wird. Zu wünschen jedenfalls wäre es ihr.

Fanatismus

Die bisherige Geschichte Ahed Tamimis ist eine eines Mißbrauchs, der sie vom Opfer längst zur Täterin werden ließ. Die junge »Palästinenserin« ist eine von skrupellosen Eltern und Angehörigen geformte Ware, die sich wohl in ihrer Rolle als »Poster Girl« eines weltweiten antisemitischen Mobs gefällt, zu dem sich in dieser Woche im Klatschmagazin SPIEGEL Juliane von Mittelstaedt gesellt.

Auf fünf Seiten darf die Journaillistin ihren Ressentiments freien Lauf lassen, den Mißbrauch Ahed Tamimis und das, was schließlich ihr Untersuchungshaft und ein andauerndes Verfahren mit der Aussicht auf eine Haftstrafe einbrachte, glorifizieren und Israel dämonisieren. Pallywood liefert, und der SPIEGEL fällt darauf herein, macht sich zum Komplizen mit seiner Autorin, die klagt:

»[Das Gericht] schließt nach den ersten zehn Minuten alle Beobachter vom Prozess aus. Nur die Angehörigen dürfen bleiben. Die Begründung, sie ist schon fast zum Lachen: zum Schutze der Minderjährigen.«

Es soll sogar im deutschen Rechtsstaat eine Selbstverständlichkeit sein, die Öffentlichkeit von Verfahren auszuschließen, die gegen Minderjährige geführt werden. Bis dahin hat der Leser von Juliane von Mittelstaedt schon erfahren, daß Faustschläge und selbst Steinwürfe »friedliche« Formen von Kritik sind. Sollte man der Journaillistin solcherart friedliche Leserbriefschreiber wünschen?

Juliane von Mittelstaedts Wahrheiten weichen geringfügig von der Wirklichkeit ab. Hört bei ihr beispielsweise ein Video nach »etwas über zwei Minuten« auf, so ist doch dokumentiert, was danach kam: Eine Ahed Tamimi, die laut über bewaffnete Angriffe auf Juden nachdenkt, über Attacken mit Messern und »Märtyrer-Operationen«. Und was sagte die »Palästinenserin« wohl im Europaparlament?

Im SPIEGEL wird zwar der Auftritt der »Palästinenserin« dort erwähnt, jedoch dezent unterschlagen, wie sie sich dort vor der Flugzeugentführerin Leila Khaled verbeugte, daß sie sich stolz mit der Terroristin ablichten ließ. Und natürlich unterschlägt Juliane von Mittelstaedt auch, daß die Fatah, die das Regime in Ramallah stellt, Ahed Tamimi in einem Atemzug mit »Märtyrerinnen« nennt.

Für Pallywood verliert Ahed Tamimi mit zunehmendem Alter ihren Reiz. Deshalb baut ihr Vater mit »Janna Jihad« bereits das nächste Kind zum noch besser vermarktbaren »Star« auf. Erkennt wenigstens hier Juliane von Mittelstaedt den durchaus professionellen Mißbrauch eines Kindes? Nein, die Komplizin ist begeistert von der kleinen Jihadistin: »Sie sagt tatsächlich: Nierenriss. Auf Englisch.«

Heuchler

Unter Berufung auf die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat Michael Lynk, der vom UN-»Menschenrechtsrat« (UNHRC) eingesetzte »Berichterstatter zur Situation der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten«, Israel aufgefordert, Ahed Tamimi aus der Haft zu entlassen, nachdem am Dienstag das Verfahren gegen die »Aktivistin« begonnen hat.

Zugleich verlangt der Kanadier eine Öffnung des Verfahrens vor einem israelischen Militärgericht für Beobachter, was das Gericht unter Hinweis auf das Alter der Angeklagten abgelehnt hat. Die »Palästinenserin« ist angeblich 17 Jahre alt, allerdings wurde sie vor bereits sechs Jahren als »Dreizehnjährige« öffentlich bekannt und für ihr Engagement in der Türkei mit einem Preis geehrt.

Was ihr den Spitznamen »Shirley Temper« einbrachte und Einladungen zu »Präsident« Abu Mazen in Ramallah, zum türkischen Sultan Recep Tayyip Erdogan oder nach Südafrika und ins Europäische Parlament, brachte Ahed Tamimi Ende 2017 auch vor Gericht: ihre ständigen Angriffe auf israelische Soldaten, die sie vor den Kameras ihrer Eltern, Verwandter oder Bekannter inszenierte.

Im Dezember hatte sie Soldaten mit Schlägen traktiert, die der Anlaß waren für ihre Festnahme und das Verfahren gegen sie. Feinde des jüdischen Staates feiern Ahed Tamimi als »Heldin« eines »friedlichen Widerstands«, die indes vor Ehrbezeugungen für Terroristen nicht zurückschreckt und für suicide attacks wirbt. Tatsächlich ist sie das Opfer eines Mißbrauchs, in dem sie zur Mittäterin wurde.

Vor ein Gericht gehörte daher nicht nur Ahed Tamimi, sondern all die, die sie zu dem machten, was sie ist, die sie vorschickten in der Hoffnung, die provokativen Attacken des Mädchens würden israelische Sicherheitskräfte zu propagandistisch verwertbaren Reaktionen bewegen. Doch dieser öffentlich vollzogene Mißbrauch eines Kindes stieß – natürlich – auch bei Michael Lynk nicht auf Kritik.

Der »Berichterstatter« schweigt auch jetzt wieder beredt, da der Tamimi-Clan mit Janna Jihad bereits seine nächste »Heldin« etabliert. Und dieses Schweigen offenbart die ganze Verlogenheit der Kritik Michael Lynks. Es geht ihm nicht um ein Kind oder eine junge Frau, auch er mißbraucht Ahed Tamimi für einen Angriff auf Israel, statt sich wirklich für Menschenrechte einzusetzen.

Täte er das, räumte er ein, daß das Verfahren gegen Ahed Tamimi nicht ist, was man einem Menschen wünscht, aber doch Folge eines Mißbrauchs des inzwischen erwachsenen Mädchens. Vielleicht bewahrt Israel Ahed Tamimi gerade davor, ihr Leben als suicide bomb wegzuwerfen, ein Schicksal, das die in Ramallah »regierende« Fatah ihr wünscht, wenn sie sie in eine Reihe mit Terroristinnen stellt.

Verräter

Zu den zahlreichen Gruppierungen, die sich derzeit für eine Freilassung Ahed Tamimis aus der Untersuchungshaft einsetzen, zählt CodePink, eine Organisation von Aktivistinnen, die amerikanische Kriege und Militarismus beenden, Friedens- und Menschenrechtsinitiativen unterstützen wollen. Ihr Einsatz für die »Palästinenserin« zeigt freilich, daß es sich um einen Etikettenschwindel handelt.

Denn mit Ahed Tamimi wartet gewiß keine Unschuldige auf ihre Verhandlung, keine Streiterin für Frieden. So pries die »Sechzehnjährige«, die vor über fünf Jahren ihren 13. Geburtstag feierte, im vergangenen Jahr im Europäischen Parlament die als Flugzeugentführerin bekannte Terroristin Leila Khaled als ihr Vorbild, im Dezember warb sie erneut für Gewalt bis hin zu suicide bombings.

So verlogen wie Darstellungen Ahed Tamimis als Friedensaktivistin ist auch die CodePink-Kampagne zu ihrer Freilassung. So behaupten die Aktivistinnen beispielsweise, der »israelische Journalist Ben Caspit verlangte, sie mit sexuellen Übergriffen zu bestrafen«. Diese Forderung ist eine Erfindung, die den liberalen Autor verleumdet, wie man spätestens seit dem 25. Dezember wissen kann.

Zur dreisten Lüge gesellen sich double standards. Mit Janna Jihad – »Jihad« ist hier gewiß kein Zufall – sind Ahed Tamimis Eltern schon dabei, ein weiteres Kind zum Propaganda-»Star« aufzubauen, der sich auf internationaler Ebene in englischer Sprache artikulieren kann. Den öffentlich vollzogenen Mißbrauch dieses Mädchens durch Familienangehörige beschweigen die Aktivistinnen.

Der Einsatz für Menschenrechte und für Frieden ist ohne Zweifel wichtig und richtig. Stützt er sich jedoch auf Verleumdungen und Lügen, verliert er jede Glaubwürdigkeit. Mit ihrer Kampagne stellen die Aktivistinnen von CodePink sich an die Seite des Tamimi-Clans, der seine Kinder ausbeutet und mißbraucht, um Terroristen zu unterstützen. CodePink verhöhnt Menschenrechte und Frieden.

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