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Denkanstoß

Während »palästinensische« Terroristen in Gaza weiter damit beschäftigt sind, mit Raketen um sich zu schießen, beklagt Hermann Gröhe, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, eine angeblich »schlechte Versorgungslage« in dem Küstenstreifen. Der Rheinischen Post verriet der ehemalige Bundesminister für Gesundheit, zwar habe sich die Situation seit Beginn der Waffenruhe entspannt, sie sei aber insgesamt von »dramatischer Unterversorgung« geprägt.

Es kämen, so der CDU-Politiker, »weiterhin nicht ausreichend humanitäre Güter in den Gazastreifen – die benötigten 600 Lkw pro Tag werden bei Weitem nicht erreicht [sic!]«. Mit seiner dystopischen Darstellung liegt Hermann Gröhe voll im Trend. Auch die Ärzte ohne Grenzen (MSF) und das nicht minder berüchtigte Terroristenhilfswerk der Vereinten Nationen, die UNRWA, behaupten, besonders Kinder würden unter »katastrophalen« Entbehrungen leiden.

Und in der Tat sind die »Palästinenser« in Gaza wohl nicht zu beneiden. Mit der Hamas allerdings, die sie noch immer in großen Teilen unterstützen, wie die Terrororganisation in ihrem jüngst veröffentlichten Machwerk »Al-Aqsa Flood: Two Years of Steadfastness and the Will for Liberation« zutreffend anmerkt, haben sie sich ihr Schicksal selbst gewählt. Und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein für angeblich humanitäre Organisationen, gerade auch darauf hinzuweisen.

In vielen Städten der Islamischen Republik Iran protestieren inzwischen seit über zwei Wochen tagtäglich viele Menschen gegen das staatsterroristische Mullah-Regime. Sie riskieren damit jeden Tag Gesundheit und Leben, denn das islamistische Regime läßt ihre Demonstrationen mit zunehmender Brutalität durch seine Schlägertruppen bekämpfen. Mehr als 100 Menschen sollen sie bereits ermordet haben, unzählige Menschen sind in ihren Folterkellern »verschwunden«.

Und dennoch trotzen immer mehr Menschen den Mullahs, deren Tage an der Macht deshalb gezählt scheinen. Von seltenen Ausnahmen abgesehen, die es gibt, halten die »Palästinenser« der Hamas die Treue. Die islamistische Terrororganisation muß Proteste wie in der Islamischen Republik Iran nicht fürchten, sondern baut ihre Vorherrschaft wieder auf und weitet sie aus – und stellt sich damit auch und gerade einem Aufbau Gazas, jeder deutlichen Besserung, in den Weg.

In ihrer Mehrheit demonstrieren die »Palästinenser« mit ihrer Passivität ihre Bereitschaft zur Kollaboration mit der Hamas. »Hat Deutschland geglaubt, es werde für die Untaten, die sein Vorsprung in der Barbarei ihm gestattete, niemals zu zahlen haben?« fragte Thomas Mann nach alliierten Bombenangriffen 1942. Er habe, konstatierte er, »nichts einzuwenden gegen die Lehre, daß alles bezahlt werden« müsse. Vielleicht sollte (nicht bloß) Hermann Gröhe ein paar Gedanken darauf verschwenden.

Beredte Zurückhaltung

Volker Türk, der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, hat sich am Freitag in einer Stellungnahme »zutiefst beunruhigt über Berichte über Gewalt während der landesweiten Proteste im Iran in den letzten 13 Tagen« gezeigt. »Alle Todesfälle«, inzwischen es wohl mehr als 50, rät der österreichische UN-Hochkommissar recht unverbindlich, »sollten unverzüglich, unabhängig und transparent untersucht werden«.

Schreckte Volker Türk gerade eben nicht davor zurück, Israel der »Apartheid« gegenüber »Palästinensern« zu bezichtigen, führt der zurückhaltende Tonfall seines jüngsten Statements die Verlogenheit der Organisation vor Augen, die er vertritt. Versucht das Regime in Teheran einmal mehr, Proteste brutal zu ersticken, hat der »Menschenrechtskommissar« nicht »nur« zwei Wochen gebraucht, davon überhaupt etwas zu bemerken.

Er verzichtet auch auffallend darauf, mögliche Verantwortliche zu benennen. Erschossene oder niedergeknüppelte Demonstranten, darunter auch Jugendliche, könnten ja womöglich gar nicht von den berüchtigten Pasdaran, den staatsterroristischen »Revolutionsgarden« der Mullahs, ermordet worden sein, sondern noch unbekannten Tätern. Auch das iranische Internet könnte einer verirrten Baggerschaufel zum Opfer gefallen sein.

Für Volker Türk und seine Vereinten Nationen gilt gegenüber dem klerikalfaschistischen Regime in Teheran offenkundig die Unschuldsvermutung. Es scheint dem UN-Hochkommissar höchst unangenehm, überhaupt einen Verdacht anzudeuten, könnte selbst der doch schon ehrenrührig sein. Und wer weiß, vielleicht ist vor Ort alles völlig anders: Den Hohen Kommissar beunruhigt nicht Gewalt, sondern es sind »Berichte«, die sie lediglich behaupten.

»Kollege«

Als Ahmed Abu Mutair am vorvergangenen Montag beigesetzt wurde, war selbstverständlich auch an »seine blaue Presseweste« gedacht worden. Denn selbst (oder: gerade) als Toter war noch wertvoll für die weltumspannende antiisraelische Propagandamaschinerie: Zwar, so die Botschaft, die sie verbreiten wollte, galt (und gilt) bereits seit mehreren Tagen eine Waffenruhe in Gaza, doch die israelische Armee kümmere das herzlich wenig.

Beim ZDF, für das der einen Tag zuvor Getötete über eine Partnerfirma in Gaza als Rundfunkingenieur tätig war, wurde der Verlust eines »Kollegen« gemeldet, Chefredaktorin Bettina Schausten faßte ihre ehrliche Empörung in die Worte, es sei »nicht hinnehmbar, dass Medienschaffende bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen werden«. Andere »Kollegen« nahmen Ahmed Abu Mutairs Tod zum Anlaß, über eine »Dehumanisierung der Palästinenser« nachzugrübeln.

Ahmed Abu Mutair freilich hatte eine »Nebenbeschäftigung«. Er war ein »Zugführer« der Hamas, jener islamistischen Terrororganisation, die Israel mit ihrem barbarischen Überfall am 7. Oktober 2023 in einen Krieg zwang, dessen letzte Schlacht womöglich noch nicht geschlagen wurde. Der »Medienschaffende«, der »Kollege« war ein Terrorist, selbst wenn der öffentlich-rechtliche Sender dafür »keine Anhaltspunkte« gehabt haben wollte.

Zwischenzeitlich allerdings konnten die israelischen Streitkräfte den Mainzern und ihren nach Tel Aviv verbannten Gesandten auf die Sprünge helfen: »Das ZDF begrüßt, dass die israelische Armee der Bitte nachgekommen ist, die Identität des getöteten Mitarbeiters der Produktionsfirma PMP in Gaza zu klären«, heißt es in einer Mitteilung des Senders vom Montag, »der 37-jährige (..) war demnach Mitglied der Terrororganisation Hamas«.

Der auffällig herablassende Tonfall der Stellungnahme des Senders, die – im Unterschied zur Mitteilung über die Tötung des Terroristen – nur in deutscher Sprache veröffentlicht wurde, verrät derweil, daß die Mainzer kaum geneigt sind, Lehren aus diesem Reinfall zu ziehen, von anderen »Kollegen« Ahmed Abu Mutairs ganz zu schweigen. Der Islamist war »in journalistische Fragen nicht eingebunden«, erklärte das ZDF am Dienstag den Fall für geschlossen.

Unrechtsgutachten

Der Internationale Gerichtshof (ICJ), ein Organ der Vereinten Nationen, hat in einem mehrheitlich angenommenen »Rechtsgutachten« von Israel verlangt, »ausreichend humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu lassen«. Dazu sei der jüdische Staat auch verpflichtet, mit der Weltorganisation und insbesondere deren berüchtigter UNRWA zusammenzuarbeiten. Jerusalem hatte das »Hilfswerk« wegen dessen Nähe zur Hamas geächtet.

Sofern Israel nach Ansicht des ICJ in Den Haag verantwortlich ist für eine angemessene Versorgung der »Palästinenser«, dürfen die Vereinten Nationen entsprechende Bemühungen Jerusalems freilich nicht aktiv zu sabotieren suchen: Doch waren es nicht die Vereinten Nationen, unter deren Dach sich ein »Humanitarian Country Team« etablierte, um wieder und immer wieder gegen die Gaza Humanitarian Foundation (GHF) zu hetzen?

War es nicht Philippe Lazzarini, der Chef des in Gaza über Jahre und Jahrzehnte als »ziviler« Arm der Hamas fungierenden »Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten«, der diese humanitäre Organisation als »sadistische Todesfalle« verleumdete, während die islamistische Terrororganisation deren Mitarbeiter ermordete oder mit verschleppten Angehörigen unter Druck setzte und Hilfesuchende massakrierte?

Es sind die Vereinten Nationen, unter deren Augen und unter deren Hilfe im Rahmen einer gedeihlichen »pragmatischen« Zusammenarbeit in Gaza die Idee für das bösartigste Pogrom an Juden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs heranreifen und ihre Umsetzung organisiert werden konnte. Und diese Vereinten Nationen erdreisten sich, mit ihrem voreingenommenen »Gerichtshof«, Israel zu einer Kooperation mit Komplizen der Hamas verpflichten zu wollen?

Wort und Mord

Als vor gut einer Woche mehrere führende Kader der Hamas, die als willkommene Gäste des Emirats Katar bis dahin den ortsüblichem Luxus genießen durften, bei einem Einsatz der israelischen Luftstreitkräfte getötet wurden, stand für die Nachrichtenredakteure des Kölner Deutschlandfunks (DLF) sofort felsenfest, daß sie nicht etwa die Opfer eines »gewöhnlichen« Anschlags sein müßten, sondern die eines »Mord-Anschlags« wurden.

»Die israelische Armee und der Geheimdienst«, verkündete der DLF, »haben in Katar Mord-Anschläge auf die Führungsriege der Terrororganisation Hamas durchgeführt«, und erklärte damit, daß die Angreifer besonders verurteilenswerte niedere Motive hatten. Daß es legitim und gerechtfertigt sein könnte, so gegen Mitverantwortliche für das bösartigste antisemitische Pogrom seit Jahrzehnten vorzugehen, schloß diese Formulierung aus.

Am Donnerstag nun berichtete der Kölner Sender begeistert aus Spanien, einem Land »an der Seite der Palästinenser«: »Am Wochenende mußte die Finaletappe der Radrundfahrt Vuelta de España [sic!] abgebrochen werden, weil ein israelisches Team mitfuhr und propalästinensische Demonstranten zu Tausenden die Strecke blockierten«. Immerhin, die paar Juden waren nicht alleinverantwortlich für den Abbruch des Wettbewerbs, an dem sie teilnahmen.

Wer dem Deutschlandfunk schon etwas früher lauschte, der war zuvor schon darüber informiert worden, daß Israel in Gaza nicht nur »seit Monaten« Kinder hungern lasse, sondern auch »Wohnsiedlungen zerbombt« und »Unschuldige getötet [!]« würden. Aus Washington nachrichtete der DLF derweil über die Folgen von »Äußerungen über den ermordeten rechten Agitator Charlie Kirk«. Wem mögen wohl die Sympathien des Senders gelten?

Zu Protokoll

»Die israelische Armee und der Geheimdienst haben in Katar Mord-Anschläge auf die Führungsriege der Terrororganisation Hamas durchgeführt.«

Deutschlandfunk, »Nachrichten«, 9. September 2025, 18:00 Uhr

»Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.«

Strafgesetzbuch (StGB), § 211 Abs. 2

Widerspruch

Vor einer Woche machte »die weltweit größte Vereinigung von Völkermord-Forschern«, wie sie in deutschen Medien vorgestellt wurde, mit einer Erklärung Schlagzeilen, nach der Israel in Gaza einen »Völkermord« an »Palästinensern« verübe. Das Pamphlet der International Association of Genocide Scholars (IAGS) war in einer internen Abstimmung der Organisation, an der sich ganze 129 ihrer 500 Mitglieder beteiligten, »mehrheitlich« angenommen worden.

Und selbst nachdem sich längst herumgesprochen hat, daß der Titel »renommierter Völkerrechtler« über eine Mitgliedschaft bei der IAGS für ganze 30 Dollar und ohne weitere Voraussetzungen erworben werden konnte, auch etwa von einem »Adolf Hitler«, schaffen es manche Medien ausgerechnet in Deutschland noch, »die weltweit größte Vereinigung von Genozid-Forschern« völlig unkritisch zu zitieren und einen ihrer Vertreter zum Interview zu bitten.

In zivilisierteren Teilen der Welt formiert sich derweil ein inzwischen weit vielstimmigerer Widerspruch gegen die Thesen der Discount-»Experten«. Unterzeichnet von derzeit knapp 350 nahmhaften Wissenschaftlern und Historikern, darunter etwa Benny Morris, Jeffrey Herf und Lesley Klaff, und renommierten Institutionen, hat ihr an die IAGS gerichteter Aufruf, ihre verleumderische Resolution zurückzuziehen, schon die dort völlig fehlende Transparenz voraus.

Doch auch inhaltlich ist seine Argumentation überzeugend. Ohne zu leugnen, daß der Kampf zur Befreiung von Geiseln und zur Zerschlagung der Hamas unter unbeteiligten »Palästinensern« Opfer fordert, widerlegt das jüngere Dokument die Behauptungen der IAGS und unterstreicht eindrücklich, daß Genozid-Vorwürfe der Organisation zu gelten hätten, die nach Jahren der Vorbereitung am 7. Oktober 2023 so barbarisch über Zivilisten in und über Israel herfiel.

Stellt das Dokument der IAGS und sein Entstehungsprozeß einen wissenschaftlicher Skandal dar, der nur noch von der Bereitwilligkeit vieler Medien übertroffen wurde, es zu verbreiten, steht dem Pamphlet »[der] weltweit größte[n] Vereinigung von Völkermord-Forschern« nun ein Aufruf entgegen, der bereits jetzt deutlich mehr Unterstützer hat als die IAGS-Resolution je Ja-Stimmen hatte. Man darf gespannt sein auf seine mediale Rezeption, auch und gerade in Deutschland.

Wahnsinn

Auf ihrer Website schrieb die UNRWA, das berüchtigte »Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten«, am 2. Oktober 2023, in Gaza lebten »rund 2,1 Millionen Menschen«. Wer die gleiche Website heute aufruft, kann dort nachlesen, was davon nach beinahe zwei Jahren »Hungerkatastrophe« und »Genozid« noch übrig ist: »Der Gaza-Streifen hat eine Bevölkerung von ungefähr 2,4 Millionen Menschen«.

Dennoch werden Funktionäre der Vereinten Nationen, ihrer »humanitären« Unterorganisationen und in der Folge viele Regierungen nicht müde, die Lage in Gaza in düstersten Tönen zu malen. Inzwischen ist es daher schon selbstverständlich, dem jüdischen Staat schlimmste Verbrechen anzudichten, zugleich jedoch die Hamas zu verharmlosen, der islamistischen Terrororganisation gar »politische« Qualitäten zu bescheinigen.

Und immer mehr Staaten haben keinerlei Problem damit, Israel zum Paria zu erklären und es auszugrenzen, indem sie ankündigen, demnächst einen Staat »Palästina« anerkennen zu wollen. Sie wollen Jerusalem vor vollendete Tatsachen stellen, obwohl sie wissen, daß jene »Zwei-Staaten-Lösung«, die sie vorgeben, damit »retten« zu wollen, günstigenfalls als zwischen »Palästinensern« und Israel zuvor ausgehandelte funktionieren könnte.

Und natürlich wissen sie auch, daß sie schon mit ihren Absichtserklärungen die islamistische Terrororganisation und deren Unterstützer legitimieren und stärken. Und gerade nicht Kräfte, die auf Gespräche drängen. Eine Anerkennung »Palästinas«, stellte das Regime in Teheran bereits vor einiger Zeit fest, beweise, daß der Weg des »Widerstands« der einzig richtige sei, daß »die Palästinenser ihre Ziele nicht durch Verhandlungen erreichen können«.

Wer freilich trotz eines doch eigentlich recht deutlichen Bevölkerungswachstums in Gaza an einen (drohenden oder gerade realisierten) »Völkermord« glaubt, glaubt auch, durch Geschenke an islamistische Terroristen Frieden stiften zu können.

Komplizen

Israelische Streitkräfte haben am Sonntag Anas al-Sharif getötet, einen Hamas-Terroristen, der auch von dem in Katar ansässigen Sender Al Jazeera als »Journalist« bezahlt wurde. Spätestens seit dem vergangenen Oktober war bekannt, daß der »Palästinenser«, um den so viele Journalistenverbände als »Kollegen« und auch so manche Regierung dennoch trauern, verantwortlich war für Raketenangriffe der Hamas auf israelische Zivilisten und Soldaten.

Nach bereits damals von den israelischen Streitkräften veröffentlichten Dokumenten gehörte Anas al-Sharif einer Einheit der islamistischen Terrororganisation in dem von der UNRWA betriebenen »Flüchtlingslager« Jabalia an und führte ein Kommando, das für Angriffe mit Raketen zuständig war. Dafür wurden er und seine Komplizen, manche davon ebenfalls auch als »Journalisten« tätig, auch regelmäßig von der Hamas bezahlt, wie Dokumente belegen.

Al Jazeera ist es seither so wenig wie anderen Medien gelungen, die durchaus schweren Vorwürfe der israelischen Streitkräfte gegen ihren »Kollegen« zu widerlegen. Hätten sie es gekonnt, wäre ihnen diese Gelegenheit, Israel und seine Streitkräfte ins Unrecht zu setzen, einerseits wohl entgangen. Andererseits hätten sie, sollte Anas al-Sharif tatsächlich kein Hamas-Terrorist gewesen sein, versuchen können, das Leben ihres »Kollegen« zu verlängern.

Ganz zweifellos manipulieren will, wer sich nun allerdings Überschriften ausdenkt wie: »Israel tötet Journalisten im Gazastreifen«. Das ist vor dem Hintergrund einer in weiten Teilen ohnehin antiisraelisch voreingenommenen Öffentlichkeit zwar durchaus eine leichte Übung. Doch die Lüge wird eben auch nicht plausibler oder gar wahr dadurch, daß dem »Kollegen« nachgerufen wird, er habe die »Hungersnot« in Gaza wie kein anderer dokumentiert.

Vielleicht hungern »Palästinenser« in Gaza, die »Hungersnot« in dem Küstenstreifen jedoch ist eine Propagandalüge der Hamas. Und wer könnte sie wohl besser verbreiten als ein »Multiplikator«, der auf ihrer Payroll steht? Ein Terrorist wird jedoch nicht dadurch zum Journalisten, daß er sich eine Weste mit der Aufschrift »Press« umhängt. Eine solche Camouflierung ist das Alltagsgeschäft der Hamas. Wer ihr auf den Leim geht, will ihr auf den Leim gehen.

Geschenk an die Hamas

In der Fragestunde des Deutschen Bundestags am 16. Oktober 2024 bestätigte Annalena Baerbock, die damalige deutsche Außenministerin, die Existenz eines Schreiben aus Israel, in dem dessen Regierung zusichert, deutsche Waffen im Rahmen des Völkerrechts einzusetzen. Zuvor war öffentlich geworden, daß die Regierung in Berlin bereits seit dem Frühjahr keine Waffenexporte mehr nach Israel genehmigt hatte.

Mit Armin Laschet war es ein Partei- und Fraktionskollege des heutigen deutschen Kanzlers Friedrich Merz, der der Außenministerin die entscheidende Frage stellte: »Sie haben gerade die Aussage von Präsident Herzog vom Februar zitiert, wenn ich das richtig sehe, wo er sich zum humanitären Völkerrecht bekennt. Was für einen Grund gibt es dann, das bei Israel monatelang noch kritisch zu hinterfragen?«

Denn genau das taten Annalena Baerbock und Robert Habeck als Mitglieder des Bundessicherheitsrats seinerzeit, als sie in dem Gremium auf weitere israelische Zusagen als Voraussetzung für die Beratung von Anfragen nach Genehmigungen für Rüstungsexporte nach Israel drängten. Statt es beim Wort des israelischen Staatsoberhaupts Isaac Herzog zu belassen, erpreßten sie von Jerusalem weitere schriftliche Zusicherungen.

War dieses Verhalten gegenüber einem Verbündeten, der seine Existenz verteidigen mußte und noch immer muß, schon vor einem Jahr nur als ausgesprochen schäbig zu bezeichnen, wird es von Friedrich Merz’ Ankündigung vom Freitag, keine Exporte von Rüstungsgütern nach Israel zu genehmigen, die in Gaza eingesetzt werden könnten, sowie seinen Erklärungsversuchen vom Sonntag mühelos in den Schatten gestellt.

Wie er da wahrheitswidrig über einen »Konflikt« phantasierte, »der ausschließlich mit militärischen Mitteln gelöst werden soll«, der gar »Hunderttausende von zivilen Opfern fordern könnte«, das ist an Niedertracht kaum mehr zu überbieten. Weder setzt Israel ausschließlich auf militärische Mittel, noch legten oder legen die IDF es darauf an, die Zahl ziviler Opfer zu maximieren. Das ist allein die Taktik der Hamas.

Mit seinen haltlosen Unterstellungen zeigt Friedrich Merz, daß ihm Zusagen des israelischen Staatsoberhaupts und der Regierung in Jerusalem nichts wert sind. Sein Erklärungsversuch ist ein erneuter Affront gegenüber einem Staat, dem ein Krieg von einem Feind aufgezwungen wurde, der keinerlei Achtung hat vor menschlichem Leben. Friedrich Merz ist der Propaganda dieses Feindes aufgesessen. Und er macht sie sich zu eigen.