Schlagwort: »Märtyrerrenten«

Terroristische Vereinigung

Die Europäische Union hat dem Regime in Ramallah weitere finanzielle Unterstützung im Umfang von 15 Millionen Euro zugesagt. Mit dem Geld, das dem »Ministerium für soziale Entwicklung« der PA überwiesen wird, soll nach Angaben Brüssels etwa 66.000 »armen Familien« geholfen werden, grundlegende Bedürfnisse zu befriedigen. 80 Prozent der Empfänger sollen in Gaza leben.

Die EU verschließt mit ihrer finanziellen Unterstützung die Augen davor, daß das PLO-Regime in Ramallah über ausreichende eigene Mittel verfügt, bedürftige »palästinensische« Familien zu versorgen. Allein im vergangenen Jahr gab Ramallah etwa 350 Millionen Dollar für »Märtyrerrenten« aus, Prämien, mit denen in Israel inhaftierte Terroristen oder deren Hinterbliebene belohnt werden.

Für 2018 plant Ramallah eine deutliche Erhöhung dieser »Märtyrerrenten«, mit denen es direkt antisemitischen Terrorismus fördert. Wenn das Regime um »Präsident« Abu Mazen, in Brüssel auch bekannt als Mahmoud Abbas, aber mit dreistelligen Millionenbeträgen Gewalt gegen Juden belohnen kann, statt Armut unter »Palästinensern« zu bekämpfen, bedarf es keiner ausländischen Hilfen.

Tatsächlich ermöglicht die internationale Unterstützung es Ramallah erst, Terroristen und deren Angehörige teils lebenslang für deren Verbrechen zu prämieren. 15 Millionen Euro, die die Europäische Union Ramallah bereitstellt, sind gleichzeitig eben auch 15 Millionen Euro, die Abu Mazen nicht für Arme ausgeben muß, sondern für Terrorismus gegen Juden und Israel ausgeben kann.

Die Europäische Union weiß um das System der »Märtyrerrenten«, ihr ist bekannt, wofür sie gezahlt werden, was mit ihnen prämiert wird. Überweist sie dennoch Million um Million nach Ramallah und versucht, das auch noch als soziales Engagement zu camouflieren, ist das unglaubwürdig. Es handelt sich um nichts anderes als Europas Beitrag zur Finanzierung antisemitischen Terrors.

Verläßliche Helfer

Im Januar 2015 versammelten sich mehrere Millionen Menschen in Paris, um mit einer Demonstration ein Zeichen zu setzen gegen den Terror, der das Land zuvor erschüttert hatte. An der Eröffnung der Demonstration nahmen viele hochrangige Politiker teil, der damalige französische Präsident Francois Hollande, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, auch Israels Premier Benjamin Netanjahu.

Mit dabei in der ersten Reihe war aber auch »Palästinenserpräsident« Abu Mazen, gegen dessen Teilnahme sich jedenfalls kein wirksamer Protest erhob, obwohl auch vor drei Jahren durchaus schon bekannt war, wie das von ihm geführte Regime zum gegen Juden gerichteten Terror steht: In »Palästina« wird ein Terrorist mit Millionen belohnt, lebt er nach seiner Mordtat nur lange genug.

Wie das israelische Verteidigungsministerium jetzt vorrechnet, kann ein in Israel inhaftierter »palästinensischer« Terrorist im Laufe eines auf 80 Jahre geschätzten Lebens etwa 2,8 Millionen Dollar an »Ehrensold« »verdienen«. Monat für Monat stellt Ramallah diesen Terroristen etwa in den ersten drei Haftjahren 390 Dollar zur Verfügung, das entspricht dem »palästinensischen« Mindestlohn.

Mit der Dauer der Haft steigen die monatlichen Prämien, Extrazahlungen erhalten arabische Bürger Israels, die sich dem Terror zuwandten, oder »Palästinenser«, die in Jerusalem leben. Investierte Ramallah so im vergangenen Jahr rund 350 Millionen Dollar in Terrorismus gegen Juden, plant es in diesem Jahr, schon 400 Millionen Dollar für inhaftierte »palästinensische« Terroristen auszugeben.

Die Clique um Abu Mazen, der gerade trotz einer antisemitischen Hetzrede im Amt des Vorsitzenden des Exekutivkomitees der PLO bestätigt wurde, kann sich diese Großzügigkeit leisten, weil sie im Westen hofiert wird und sich auf wachsende Zahlungen vor allem aus Europa verlassen kann. Veranlaßt von Politikern, die glauben, mit Abu Mazen gegen Terrorismus demonstrieren zu können.

Whitewashing

Die Washington Post hat, wie das von einer renommierten Zeitung zu erwarten ist, sich kritisch mit israelischen Angaben über das System der »Märtyrerrenten« des Regimes in Ramallah auseinandergesetzt. Bei der Prüfung der Fakten scheint die Zeitung allerdings nicht ganz unparteiisch vorgegangen zu sein, hat einige Details unterschlagen und insgesamt versucht, das Problem zu verharmlosen.

»Zahlt die Palästinensische Autonomiebehörde 350 Millionen Dollar pro Jahr an ›Terroristen und deren Familien‹«, fragt die Washington Post beispielsweise und suggeriert damit, daß nicht die Zahlungen an sich problematisch sein könnten, sondern nur israelische Aussagen über deren Höhe. Es sei, klagt der Rechercheur der Zeitung außerdem, schwierig, »Terrorismus« eindeutig zu definieren.

Doch Anmerkungen und Fragen von ähnlicher Qualität können nicht von der Tatsache ablenken, daß das Regime um »Palästinenserpräsident« Abu Mazen Terrorismus gegen Juden gezielt auch finanziell unterstützt. Ob es dabei, wie die Washington Post freilich bloß vermutet, um einen Gesamtbetrag von etwas mehr als 100 Millionen geht oder 400 Millionen Dollar 2018 geht, ist zweitrangig.

Jeder einzelne Cent, mit dem Versuche belohnt werden, Juden zu ermorden, ist ein Cent, der in die falschen Hände gelangt. Und handelt es sich gar um Dollarbeträge in dreistelliger Millionenhöhe, dann wäre jeder Versuch, beispielsweise von unbeabsichtigten Nebenwirkungen zu reden, schlicht unglaubwürdig. Und so belegt auch dieser »Faktencheck« eben doch nur den fortdauernden Skandal.

Bekenntnis zum Terror

Ein im israelischen Parlament, der Knesset, derzeit behandelter Gesetzentwurf, der in Anlehnung an den amerikanischen Taylor Force Act die finanzielle Unterstützung für Terrorismus erschweren soll, hat am Sonntag in Ramallah für Unmut gesorgt. Das Gesetz soll es der Regierung in Jerusalem ermöglichen, Zahlungen an die PA zu kürzen, hält die an ihrem System der »Märtyrerrenten« fest.

Israel, das stellvertretend für die PA Steuern und Abgaben für Waren erhebt, die für die »Palästinenser« bestimmt sind, und diese Einnahmen dann an das Regime in Ramallah überweist, soll diese Zahlungen um jenen Betrag kürzen können, mit dem die Clique um »Palästinenserpräsident« Abu Mazen gegen Juden gerichteten Terror belohnt, im vergangenen Jahr mehr als 350 Millionen Dollar.

Ganz unmittelbar erhalten »Palästinenser«, die nach Angriffen auf israelische Bürger festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt werden, monatliche Zahlungen aus Ramallah, deren Höhe mit der Höhe der Strafe wächst, oder, falls die Täter getötet werden, deren Familien. Eine dreijährige Haft bringt etwa 580 Dollar monatlich ein, 1.900 Dollar bekommt, wer zwanzig Jahre in Haft verbringt.

Ihren Protest gegen israelische Bemühungen, dieses Belohnungssystem zu zerschlagen, verbinden Vertreter des Regimes in Ramallah dabei mit Bekenntnissen zum Terror. Die in israelischen Gefängnissen einsitzenden »palästinensischen« Terroristen seien »Symbole der Freiheit«, erklärte etwa Youssef Mahmoud, ein »Sprecher« des PA-Regimes, sie seien die »Avantgarde der Menschheit«.

Mit solchen und ähnlichen Äußerungen läßt das Regime in Ramallah einmal mehr alle Masken fallen. Es finanziert den Terror gegen Juden nicht nur, es hält ihn auch für etwas, das allerhöchste Ehren verdient habe. Daß angesichts dieser Bekenntnisse die Regierung in Jerusalem Überweisungen an Ramallah nur einfrieren können soll, ist unverständlich. Sie sollte dies natürlich tun müssen.

Doch auch außerhalb Jerusalems sollten die aufgeregten Stimmen aus Ramallah gehört werden: Die PA ist von ausländischen Hilfen abhängig. Wenn sie zugleich aber keine Schwierigkeiten hat, 350 Millionen Dollar zur Förderung von Terror auszugeben, dann sollten ihre Sponsoren vor allem in den Hauptstädten Europas nachdenken, welche Schuld sie mit ihrer Großzügigkeit auf sich laden.

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