Schlagwort: Terrorismus

Schwerer Fehler

Nachdem das Außenministerium in Canberra entsprechende Absichten kurz zuvor noch ausdrücklich bestritten hatte, hat Australiens Außenministerium Penny Wong mit ihrer nunmehr offiziellen Rücknahme der 2018 erfolgten Anerkennung des Westteils Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die Vorgängerregierung ihr Dementi dementiert und damit vorgeführt, wie zuverlässig Zusagen linker Außenpolitik sind.

In Tagen, in denen »palästinensische« Terrororganisationen ihre Differenzen über Bord werfen, um vereint Unfrieden auch und gerade in Jerusalem zu stiften, zu zerstören und zu morden, dürfen sie sich von Penny Wongs Australien in ihrem Blutdurst legitimiert fühlen. Denn Australien bestreitet mit diesem Schritt ja nicht etwa »nur« Israels Souveränität über 1967 befreite Teile seiner Hauptstadt Jerusalem.

Tatsächlich leugnet Canberra mit seiner Entscheidung die Souveränität des jüdischen Staats über jene Teile Jerusalems, die international unumstritten als israelisch gelten. Penny Wong »korrigiert« nicht »nur« eine von ihr als falsch empfundene Entscheidung, sie gießt ohne Not Öl in ein loderndes Feuer und ist auch noch so dreist, das Gegenteil zu behaupten. Dabei widerlegt der Applaus der Terroristen sie längst.

Die Regierung in Canberra leistet mit ihrem Schritt nicht bloß keinen Beitrag zu einer Entspannung im »palästinensisch«-israelischen Konflikt oder zu dessen Lösung, sie verschärft ihn, indem sie signalisiert, daß selbst die »Grenzen von 1967« – es handelt sich um Waffenstillstandslinien – ihr wenig gelten. Canberra hat den australisch-israelischen Beziehungen und Bemühungen um Frieden in der Region schwer geschadet.

Europäische Verantwortung

Mit finanziellen Zuwendungen im Umfang von insgesamt 35 Millionen Euro beteiligte sich die EU nach eigenen Angaben Anfang September an den Gehältern, die das Regime in Ramallah seinen »zivilen Angestellten« für den August überwies. Seit die EU-Kommission vor einigen Monaten die Blockade von Geldern für »Palästina« zurücknahm, fließt die »humanitäre Aufbauhilfe« aus Brüssel wieder regelmäßig.

In den Genuß der europäischen Zuwendungen dürfte – natürlich erst nach Abzug der für die Konten der Clique um »Präsident« Abu Mazen bestimmten »Steuern« – auch das Personal des nach dem »Märtyrer« Khalil Suleiman benannten Krankenhauses in Jenin kommen, das die »Regierung« in Ramallah betreibt, darunter der »Arzt« Abdullah Abu al-Teen, der am Freitag Verletzungen erlag, die er sich als Terrorist zuzog.

Während man annehmen sollte, daß Menschen, die sich für einen medizinischen Lebenserwerb entscheiden, einiges Interesse daran haben, Leben zu bewahren und zu retten, war Abdullah Abu al-Teen auch als Terrorist aktiv, als Mitglied und »Kommandeur« der Al-Aqsa Märtyrerbrigaden. Die zur Fatah zählende Organisation wird von verschiedenen Staaten als terroristisch geächtet, auch durch die Europäische Union.

Mit ihren »humanitären« Zuwendungen an die »Palästinenserführung«, das macht der Tod Abdullah Abu al-Teens erneut in aller Klarheit deutlich, beteiligt die Europäische Union sich auch an der Finanzierung von Aktivitäten, die sie selbst als terroristisch bewertet. Mit dem Gehalt für Abdullah Abu al-Teen hat sie auch dessen »Hobby« mitfinanziert, Antisemitismus und organisierten Terrorismus gegen Juden und Israel.

Terrorismus war sein Hobby

In der Terroristenhochburg Jenin ist am Freitag bei Angriffen »palästinensischer« Terroristen auf israelische Sicherheitskräfte ein als »Arzt« vorgestellter Abdallah Abu El-Teen getötet worden. Mohammad Shtayeh, der »Premier« des Regimes in Ramallah, verurteilte den »Mord« an dem »Arzt« prompt als eine »gefährliche Entwicklung, die ein Eingreifen internationaler humanitärer Organisationen« erfordere.

Weißkittel ohne Grenzen: »Arzt« mit Operationsbesteck

Abdallah Abu El-Teen und weiteres »medizinisches Personal« hätten versucht, einen »palästinensischen Jugendlichen« zu retten, der zuvor bei den Auseinandersetzungen von israelischen Kugeln getroffen worden sei. Der »palästinensische Premier« sprach den Angehörigen des angeblichen »Arzts« und dessen »Kollegen« nach Angaben der regimeeigenen »Nachrichtenagentur« Wafa zugleich sein Beileid aus.

Die rührselige Darstellung Mohammad Shtayehs ist eine weitere dreiste Propagandalüge des »Politikers«, der als einer der schärfsten Gegner eines Friedens mit Israel innerhalb der »Palästinenserführung« gilt. Tatsächlich ist nicht einmal sicher, ob es israelische Geschosse waren, die den »Arzt« trafen und tödlich verletzten. Nach israelischen Angaben ist es jedenfalls »wahrscheinlich«, daß ihn »palästinensichem« Feuer traf.

Gänzlich falsch ist derweil die Verklärung des getöteten »Palästinensers« zu einem »Mediziner«. Möglicherweise war das sein Beruf, sein Leben allerdings verlor er im bewußten Einsatz als Terrorist. Wie »palästinensische« Medien, die sich offenbar nicht hinreichend detailliert mit Ramallah abgesprochen haben, berichten, »kämpfte« Abdallah Abu El-Teen »Seite an Seite« mit Terroristen, als er getroffen wurde.

Auch die zur Fatah, der führenden »Fraktion« innerhalb der terroristischen Dachorganisation PLO, gehörenden Al-Aqsa Märtyrerbrigaden, die nicht zuletzt selbst von der Europäischen Union als terroristisch geächtet wurden, widersprechen ihrem »Premierminister«: Sie nämlich beklagen den Verlust eines »Kommandeurs im Kampfeinsatz«. Die »NGO«, die auf Mohammad Shtayeh hereinfällt, entlarvt sich damit selbst.

Jämmerliche Gestalten

Während weite Teile der zivilisierteren Welt derzeit Rußland zu isolieren suchen und ihre Repräsentanten Begegnungen mit Präsident Wladimir Putin meiden, zeigt sich »Palästinenserpräsident« Abu Mazen gern mit dem russischen Kriegsverbrecher. Der gibt vor, die Ukraine mit einer »Spezialoperation« von »Nazis« befreien zu wollen, hat aber kein Problem, in der Nähe des Antisemiten gesehen zu werden.

Und wie das unter Verbrechern dieses Kalibers vermutlich nicht unüblich ist, gaben sie sich im gemeinsamen Gespräch bei ihrem Treffen in Kasachstan wohl überzeugt von ihrer Rechtschaffenheit, wissend – oder gewiß ahnend -, daß sie sich dabei belügen. »Präsident« Abu Mazen beklagte sich bei Wladimir Putin über »Verbrechen«, für die er »die Besatzung« verantwortlich macht, Israel, den jüdischen Staat.

Der russische Blutsäufer sonnte sich, wie es aus Ramallah weiter heißt, in Komplimenten des »palästinensischen« Holocaust-Leugners für »die Haltung Rußlands zur gerechten Sache der Paslästinenser in allen internationalen Gremien«. Unwillkürlich drängt sich die Frage auf, welche der beiden Gestalten bei diesem öffentlichen Termin der größere Betrüger war, aber auch der erfolgreichere Selbstbetrüger.

Dabei sind beide tief gesunken, erhoffen sie sich vom jeweils anderen was auch immer. Sie spielen anständige Staatsmänner, Rollen, mit denen sie mangels eigener Überzeugung überfordert sind. Sie überzeugen weder sich noch ein Publikum, dessen Achtung sie nicht durch Repression erzwingen können. Sie sind klägliche Gestalten, dieser Präsident und sein Möchtegernkollege, die als etwas gelten wollen, was sie nicht sind.

Staatsterrorist

Das PLO-Regime hat Israel »Staatsterrorismus« vorgeworfen. Wie Mohammad Shtayeh, der »Ministerpräsident« des Wahngebildes »Palästina«, zur Eröffnung einer Sitzung seines »Kabinetts« in Ramallah erklärte, betreibe Jerusalem in den umstrittenen Gebieten »Staatsterrorismus« gegen die »Palästinenser«. Israelische Sicherheitskräfte setzten dort eine »Politik des Tötens um des Tötens willen« um.

Mohammad Shtayeh ist in der Clique um Abu Mazen einer der schärfsten Gegner jeder Annäherung zwischen »Palästinensern« und Israel. In seinem Haß auf Juden steht der »Premier« seinem »Präsidenten« um nichts nach, der sich jüngst bei einem Besuch in Berlin erneut als Holocaust-Leugner hervortat und sich weigerte, sich vom »palästinensischen« Überfall auf die Olympischen Spiele 1972 zu distanzieren.

Nach seinem Auftritt im deutschen Kanzleramt nahm der auch als Mahmoud Abbas bekannte Abu Mazen vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York teil. In seiner von seinem »Außenministerium« als »historisch« gepriesenen Rede ließ er es sich nicht nehmen, sich demonstrativ vor »palästinensischen« Terroristen zu verneigen, »rechtschaffenen Märtyrern des palästinensischen Volkes«.

Ihre gemeinsame Anerkennung zeigen Abu Mazen und sein Mohammad Shtayeh den »Vorbilder[n], an die noch Generationen von Palästinensern in Dankbarkeit und Ehrfurcht denken werden«, freilich nicht nur mit Worten, sondern vor allem lebenslang ausgezahlten üppigen »Märtyrerrenten«. Daß man »Palästina« keinen Staatsterrorismus vorwerfen kann, hat einen Grund: Es ist (und wird hoffentlich) kein Staat.

Normalität der Barbarei

Antisemitismus, daran muß immer wieder erinnert werden, ist der Hauptgrund dafür, daß vor nicht einmal einem Jahrhundert mindestens sechs Millionen Juden in Europa ausgelöscht wurden, fast das gesamte europäische Judentum. Allein der Gedanke an den body count dieses in der Menschengeschichte präzedenzlosen Verbrechens sollte genügen, den stets latent mörderischen Haß auf Juden für alle Zeit zu ächten.

Dennoch ist der Antisemitismus noch immer und wieder in immer größeren Kreisen gesellschaftsfähig, auch und gerade solchen, die sich als irgendwie »intellektuell« verstehen, als »links« oder »progressiv«. In Deutschland war das jüngst bei der mit staatlichen Zuwendungen erst ermöglichten documenta fifteen zu erleben, auf der Weltbühne demonstriert das die Vergabe des Literaturnobelpreises an Annie Ernaux.

Die französische Schriftstellerin, die und deren gedrucktes Werk seit der Bekanntgabe der Entscheidung des Nobelkomitees allerorten in den höchsten Tönen gelobt werden, hat ihren Namen unter wohl jeden antisemitischen Aufruf gesetzt, der in den letzten Jahren verfaßt wurde. Annie Ernaux unterstützt mit ihrer Prominenz die antisemitische BDS-Bewegung, Israel verleumdete sie wiederholt als »Apartheidstaat«.

Und dennoch schreckt selbst eine Zeitung wie Die Welt nicht davor zurück, der Autorin, die sich sogar für die Freilassung eines in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilten antisemitischen Terroristen aussprach, nachzusagen, »die Unbeugsame« habe »ein Leben lang gegen jegliche Form von Unterdrückung angeschrieben«. Eine feine Gesellschaft, die sich da mit ihrer Begeisterung für Annie Ernaux entlarvt.

Der Unterschied

Gelingt es israelischen Sicherheitskräften, »palästinensische« Terroristen durch den Einsatz von Gewalt von der Vollendung ihrer geplanten Attacken abzuhalten, genügt es dem Regime um »Präsident« Abu Mazen nicht mehr, die Getöteten als »Mordopfer« zu glorifizieren. Inzwischen fallen getötete Terroristen in den Darstellungen ihrer Hintermänner immer öfter »kaltblütigem Mord« zum Opfer.

So erging es zum Wochenbeginn auch Basel Basbous, der, wie die amtliche »Nachrichtenagentur« Wafa halluzinierte, »kaltblütig hingerichtet« wurde. Das Sprachrohr des antisemitischen Regimes in Ramallah ließ es sich dabei nicht nehmen, ein »kleines palästinensisches Mädchen« Tränen um den Neunzehnjährigen vergießen zu lassen. Richtig peinlich wurde die Story, als der Totgesagte lebend »gefunden« wurde.

Der Terrorist, der gemeinsam mit zwei Komplizen bei dem Versuch eines Angriffs mit einem PKW verletzt worden war, wird tatsächlich in einem israelischen Krankenhaus behandelt. So bedauerlich es sein mag, daß ein Terrorist seine (geplante) Tat überlebt, so wenig kann es verwundern: Denn die israelischen Sicherheitskräfte sind eben nicht die »kaltblütigen Mörder«, als die sie regelmäßig verleumdet werden.

Anders als Gestalten, die Terroristen wie Basel Basbous als »Freiheitskämpfer« und als »Märtyrer« glorifizieren, verteidigen die israelischen Streitkräfte und ihre Angehörigen zivilisatorische Werte, zu denen auch die Achtung vor dem menschlichen Leben zählt. Ist ihre Gewalt gegen Terroristen tödlich, ist sie das in aller Regel, weil sie notwendig ist. Dieser Unterschied trennt Zivilisation und Barbarei.

Hoher Einsatz

Israel und der Libanon haben unter amerikanischer Vermittlung einen Streit über die Ausbeutung eines umstrittenen Erdgasfelds im Mittelmeer beigelegt. Wie der israelische Premierminister Yair Lapid bekanntgab, werde er ein entsprechendes Abkommen »in kürze« unterzeichnen. Mit dem Abkommen könnte eine Auseinandersetzung beendet werden, die das Potential hatte, sich zum Krieg zu auszuweiten.

Während sich der Regierungschef in Jerusalem sich zu vielen Detailfragen bedeckt hält und sie am liebsten nicht öffentlich erörtern will, verspricht Yair Lapid, daß mit dem Abkommen »Israels Sicherheitsinteressen zu 100 Prozent« ebenso gewahrt würden wie der israelische Zugriff auf »100 Prozent« des Karish-Erdgasfelds. Zusätzlich werde Israel an Erlösen des dem Libanon zugesprochenen Kana-Felds beteiligt.

Was der Politiker in den höchsten Tönen lobt, ist in Israel freilich alles andere als unumstritten. Dazu tragen Yair Lapids Verschwiegenheit zu Details der Vereinbarung ebenso bei wie die Tatsache, daß das Abkommen zumindest einer indirekten Kapitulation vor der Hisbollah gleichkommt. Die mit Teheran verbündete islamistische Terrororganisation drohte noch vor kurzem mit Angriffen auf die Förderanlagen.

Und so wird sich das Abkommen erst in der Praxis bewähren müssen, mit dem Jerusalem tatsächlich auf territoriale und wirtschaftliche Ansprüche verzichtet und sich darüber hinaus einseitig auf einen maritimen Grenzverlauf festlegt, ohne sich wirklich auf Zusagen der libanesischen Seite verlassen zu können oder der UNIFIL, die das Abkommen überwachen soll. Womöglich hat Yair Lapid nur Zeit gekauft.

Brandstifter

Hieß es zunächst, der Junge sei auf der Flucht vor israelischen Sicherheitskräften aus großer Höhe in die Tiefe gestürzt, mußte die antisemitische Propaganda sich schnell berichtigen: In der jüngsten Version einer weiteren antiisraelischen Verleumdung starb Rayyan Suleiman, weil, wie sein Vater mit der Kompetenz eines professionellen Laien diagnostizierte, »sein Herz aus Angst plötzlich aufhörte zu schlagen«.

Al-Hayat Al-Jadida, 18. Oktober 2015

Werden Angehörige der israelischen Sicherheitskräfte von »palästinensischen« Medien, insbesondere den »amtlichen« Sprachrohren des PLO-Regimes in Ramallah, regelmäßig als Schwächlinge verhöhnt und selbst Kinder in ihnen dazu angehalten, sie zu attackieren, soll nun der bloße Anblick israelischer Soldaten »palästinensische« Kinder töten. Selbst Widersprüche stören im antisemitischen Weltbild wenig.

Online-Lektion der »gemäßigten« Fatah zum »richtigen« Gebrauch von Steinschleudern

Und die »palästinensische« Propaganda und die ihrer westlichen Unterstützer funktioniert leider nur zu gut. Die Regierung in Washington rief dazu auf, die Umstände des »tragischen Todes« des Siebenjährigen »aufzuklären«, eine Forderung, der sich das Vereinigte Königreich und – selbstverständlich – die Europäische Union anschlossen, wissend, daß sie sich damit zu Komplizen der Dämonisierung Israels machen.

Al-Hayat Al-Jadida, 8. Oktober 2015

Niemand wird je mit Sicherheit sagen können, was die letzten Gedanken Rayyan Suleimans oder ob sie tatsächlich ursächlich waren für sein Ableben. Rufe nach einer »raschen Untersuchung« sind daher so aufrichtig wie ein Kondolenzanruf Abu Mazens bei den Eltern des Jungen. Der »Palästinenserpräsident« kann sich tatsächlich über die billige Unterstützung bei der Rechtfertigung »palästinensischen« Terrors freuen.

Friedenshindernis Europa

Sven Kühn von Burgsdorff, ein deutscher Diplomat, der die Europäische Union beim Regime in Ramallah vertritt, hat bei einem Besuch einer Grundschule in den umstrittenen Gebieten das Recht von Kindern auf Bildung betont. Die Visite des EU-»Botschafters« an der mit europäischer Unterstützung errichteten Ras al-Teen-Schule fand im Beisein eines »Sprechers« des »Bildungsministeriums« des PLO-Regimes statt.

An der östlich von Ramallah gelegenen Schule werden nach »palästinensischen« Angaben 46 Kinder unterrichtet. Mit seinem Besuch, bei dem er einen Baum pflanzte, wollte Sven Kühn von Burgsdorff, wie es bei der »Nachrichtenagentur« Wafa heißt, ein Zeichen der Solidarität mit den Schülern setzen, deren Schule seit der Eröffnung vor zwei Jahren von einer Schließung durch israelische Behörden bedroht ist.

Mit seiner offiziellen Visite bekennt Sven Kühn von Burgsdorff sich zur Praxis seiner Europäischen Unioen, durch die Unterstützung illegaler Bauten in den C-Gebieten, für deren Verwaltung israelische Stellen zuständig sind, immer wieder neue Konflikte zwischen »Palästinensern« und der Regierung in Jerusalem zu schüren. Auch für die Ras al-Teen-Schule wurde bewußt nie eine Baugenehmigung beantragt.

Gleichzeitig legitimiert Sven Kühn von Burgsdorff mit seiner Visite sowie seinen Aussagen willent- und wissentlich ein »Bildungssystem«, das – zurückhaltend formuliert – umstritten ist. Das Europäische Parlament bewertet es als eines der schlimmsten der Welt. Auch eine in Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte wissenschaftliche Studie, deren Ergebnisse 2021 veröffentlicht wurden, bestätigt den Befund.

Danach werden in Lehrbüchern des PLO-Regimes immer wieder auch antisemitische Narrative bedient und Terrorismus gegen Juden und Israel glorifiziert: »Gewalt gegenüber israelischen Zivilisten [..] wird nicht verurteilt, sondern als [..] legitimes Mittel des Kampfes dargestellt; terroristische Akte, wie im Fall von Dalal al-Mughrabi, werden als Beispiele des aufopferungsvollen ›Widerstands‹ herausgestellt«.

Mit seinem Besuch, zumal in der Begleitung eines Vertreters des »Bildungsministeriums« in Ramallah, führt Sven Kühn von Burgsdorff im Namen seiner EU vor, daß er und Brüssel auch und gerade hinter Lehrplänen stehen, die antisemitische Vorurteile schüren und Gewalt gegen Juden propagieren. Statt sich für eine Bildung einzusetzen, die diese Bezeichnung verdient, unterstützt Europa lieber Erziehung zum Haß.